Abstellkammer, Keller und Garage aufräumen – Wir machen Frühjahrsputz!

Kleiderschrankaufräumen ist ja noch einigermaßen lustig. Das Bad zu putzen ist auch noch ok. Aber die Abstellkammer? Die Garage aufräumen? Hey, da kommt doch alles hin, was wir woanders ausgemistet haben! Und genau deswegen müssen wir uns auch an dieses Aufräummonster wagen und mit dem Frühjahrsputz durchfegen!

Ich kenne Menschen, die ihr Garage ausschließlich als Herberge für Kram nutzen – ein Auto (geschweige denn zwei) passt da schon lange nicht mehr rein. Aber wäre es nicht super, im Winter das Auto mal unterstellen zu können?! Und wenn man die Garage tatsächlich nur für die Unterstellung von Heimwerkerutensilien oder Sportgeräten nutzen möchte, dann wäre es doch trotzdem toll, wenn man ganz problemlos an die Fahrräder gelangen könnte – einfach so hinlaufen, Fahrrad schnappen und losfahren. Ohne vorher über die Fußball-Sammlung des Sohnes zu steigen. Oder das ausrangierte Bett zu umschiffen.

Pah, werdet ihr sagen: Nicht mein Problem! Ich habe gar keine Garage!

Dafür werdet ihr aber bestimmt einen Keller haben. Oder einen Dachboden. Oder ein Rumpelkammer (so wie wir). Da gibt es vielleicht das Autounterstell-Problem eher selten ;-), aber weniger gerüpelig wird es da auch nicht sein, oder?!?

Fotolia - Garage aufräumen

1. Schritt: Alle machen mit

Oje, oje, alle sollen mitmachen? Das geht doch viel fixer, wenn ich es alleine mache. Und Lust hat auch niemand.

Tja, Pech für die Lieben. Aber hier müssen ausnahmsweise alle mal ran. Denn in Garage, Keller und Co. gibt es jede Menge Dinge, die vom jeweiligen Besitzer entschieden werden müssen. Beispielsweise die Inliner: ich würd ja sagen, dass sie noch passen, das Tochterkind lacht sich kaputt und erklärt, dass sie schon seit 2 Jahren zu klein sind. Tja, weg damit. Oder die drei Bohrhammer. Da weiß nur der Liebste, wann er sie wo geliehen hat und wem er sie jetzt wieder vor die Tür stellen muss. Ich hätte zwei davon auf dem Flohmarkt verkauft.

Und: Gemeinsam macht es mehr Spaß (*ggg)

Damit  man die Motivation hoch hält ist es sinnvoll, ein Zeitlimit zu setzen. Beispielsweise: Heute Nachmittag misten wir eine Stunde den Keller aus und danach gibt es Waffeln!

Fotolia Garage aufräumen

2. Alles muss raus – Und dann wird mal richtig sauber gemacht!

Erst einmal kommt der wirklich unangenehme Part: Alles ausräumen. Denn sonst schiebt man die Sachen nur von rechts nach links. Oder man ist zu bequem, in die Kiste auf dem obersten Regal zu schauen – und wir wollen ja effektiv klar Schiff machen und uns danach nicht mehr so schnell mit dem Thema beschäftigen, oder?

Wenn dann der Raum schön leer ist, dann werden Spinnweben, Wollmäuse, tote Fliegen und Co beseitigt. Weg damit! Und man ist noch nicht krankhaft putzsüchtig, wenn man das Garagenfenster putzt (oder gar das Kellerfenster 😉 ).

3. Weg damit!

Bevor man alles wieder einräumt, muss es „geprüft“ werden. Wenn man es 12 Monate nicht im Einsatz hatte, dann ist das meist ein gutes Indiz, dass man es eigentlich nicht mehr braucht. Fragt euch also:

  • Benutze ich das wirklich? (Esse ich eigentlich Raclette? Angle ich überhaupt? Benutzt ein 18-Jähriger noch Schwimmflügel?)
  • Wie lange ist es her, seit ich es das letzte Mal benutzt habe? Länger als 12 Monate? 3 Jahre? Brauche ich es dann wirklich noch?
  • Ist es der Raum wert, den es einnimmt? Könnte ich dort nicht viel besser etwas anderes lagern? Oder Platz für ein Hobby schaffen? Eine richtige Werkbank aufstellen?

Und dann kommt die Frage, was man mit den Sachen machen kann, die aussortiert wurden:

  • Gibt es nicht jemanden, der es besser gebrauchen könnte? Freut sich eine Flüchtlingsfamilie nicht über das Kinderbett? Der Onkel sammelt alte Stühle und restauriert sie?
  • Gehört es überhaupt mir? Wenn nein, dann flugs zurück an den Verleiher. Der wird große Augen machen, wenn er seinen Bohrhammer nach 7 Jahren zurück bekommt!
  • Kann ich Dinge vielleicht sogar verkaufen?

Kram organisieren - Bild: Fotolia

Ganz beliebt für die Lagerung sind ja beispielsweise Bau- und Wohnmaterialien, Möbel und/oder Werkstoffe. Ein paar Ersatzfliesen kann man gut aufbewahren, der Rest lässt sich ganz hervorragend verkaufen oder an Bauherren verschenken – die freuen sich über jeden gesparten Euro. Denn wer Materialpreise kennt, der weiß, dass jedes Nägelchen Geld kostet! Und bevor es bei euch verrostet, kann es gute Dienste beim befreundeten Häuslebauer verwerten! Glaubt mir.

Der Rest: Recycling oder Müll.

Ganz wichtig: Bringt die Dinge am besten noch am selben Tag zum Bestimmungsort (Onkel, Bauherr, Mülldeponie, Recycling-Hof, Sammelstelle)!!! Denn sonst lagert es ewig weiter bei euch! Und ihr wollt doch ein Ergebnis sehen. Denn nichts ist toller nach getaner Arbeit, als einen aufgeräumten Raum zu haben!

4. Einräumen in Zonen

Du stehst jetzt vor einem leeren, sauberen Raum.

Hach, wie schön!

Jetzt dürfen alle Dinge, die du behalten möchtest, wieder einziehen. Aber nicht wild durcheinander!

Teile den Raum in Zonen ein: Zum Beispiel, eine Zone für die Gartenarbeit, für Sportgeräte, Werkzeuge und einen Bereich für die Kinder, um einfachen Zugriff auf ihre Fahrräder und Sportgeräte zu haben.

Vielleicht musst du auch ein Regal aufstellen? Fahrradhalterungen anbringen? Für größere Gegenstände und Werkzeuge, gibt es viele beeindruckende Halterungssysteme, die Gegenstände wie Schaufeln oder Rasenmäher verstauen. Oder eine Halterung an der Decke montieren? Ich hatte schon mal einen Bericht darüber geschrieben, wie man Sachen auch ganz prima unter der Decke verstauen kann. Kleinere Dinge kommen in Kunstoffbehälter, die ihr beschriftet und die den Staub fernhalten von Farben, Golfbällen, Autoteilen oder Erinnerungsstücken. Nehmt bitte keine Kartons, da diese oft wegen Feuchtigkeit nicht lange halten!

Und nun: Frühling genießen und die saubere und ordentliche Garage/Keller/Dachboden!

Ordentliches Kellerregal

 

Hier noch mal der Frühjahrsputz für Garage, Keller & Co im Überblick:

  • Alle Helfer zusammen suchen 😉
  • Alles ausräumen
  • Raum putzen
  • Regale/Schränke auswischen
  • Fenster putzen
  • Alles sortieren: Benutze ich das wirklich?
  • Wie lange ist es her, seit ich es das letzte Mal benutzt habe?
  • Ist es der Raum wert, den es einnimmt?
  • Gibt es nicht jemanden, der es besser gebrauchen könnte?
  • Gehört es überhaupt mir? Wem muss ich es zurückgeben?
  • Kann ich Dinge verkaufen?
  • Dinge am besten noch am selben Tag zum Bestimmungsort bringen!
  • Einräumen in Zonen
 
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Kommentare

  1. Genial. Diesen Artikel drucke ich mir aus, um meinen Lieben vorzulesen. Hoffentlich können wir dann zusammen unseren Dachboden attackieren.. 🙂
    Danke dir! LG Debs

    1. Liebe Debs,
      es freut mich immer unglaublich, wenn ich andere inspirieren kann! Ich hoffe, dein Plan klappt …
      LG von sabine

  2. Hallo Sabine,
    toller Artikel, sehr ausführlich. Und für den Part der Entsorgung hätte ich noch einen Tipp: http://www.wohindamit.de bietet eine Datenbank mit über 1000 Artikeln, die abgefragt werden können und wohin sie gehören, wenn sie Abfall geworden sind. Über die Eingabe der PLZ kann der Entsorgungsweg für die eigene Stadt ganz einfach gefunden werden.

    Viele Grüße Pit

  3. Diese Liste ist genial. Mein bester Ehemann hat erstmal geschluckt. Und als ich ihm gesagt habe, das ich Steckregale ebenfalls schon besorgt habe, ist ihm glatt der Mundwinkel runter gefallen. Jetzt hatte er gar keine Ausrede mehr

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