April 2018: Serienproduktion mit handgemachtem Charakter – eine Kooperation von IKEA und Piet Hein Eek

Wenn man an serienproduzierte Möbel denkt, stellt man sich gerne große Maschinen vor, die glänzende neue Produkte herstellen – von denen natürlich eins wie das andere aussieht.

„Das Thema ‚nichts wegwerfen und nichts verschwenden’ wurde bei diesem Regal fast hundertprozentig umgesetzt. Nur an den Stellen, wo gesägt oder gebohrt wurde, wurde Holz weggenommen oder verbrannt.” Piet Hein Eek

Die INDUSTRIELL Kollektion ist soll jedoch die Uniformität der Massenproduktion auf den Kopf zu stellen – indem Ikea ein Produkt herstellt, das auf wundervolle und menschliche Weise unvollkommen ist, ohne teuer zu sein. Dieses Ziel erforderte in Sachen Möbelbau ein komplettes Umdenken.

In Zusammenarbeit mit dem Designer Piet Hein Eek entwickelten Ikea eine neue Methoden, um mit Holz, Glas, Keramik und Textilien zu arbeiten. Immer mit derselben nachhaltigen Denkweise.

Die Herausforderung

Nach einem Treffen in Älmhult, der schwedischen Stadt, in der IKEA Produkte gestaltet werden, entschied man, dass INDUSTRIELL aus Holzmöbeln, Glas, Keramik und Textilien bestehen sollte.

„Unsere größte Herausforderung war es, das Unvoll­kommene beizubehalten, das den handgearbeiteten Objekten ihre Individualität verleiht,“ erzählt Piet. „Es war nun schwierig, die Mitarbeiter in der Fabrik zu überzeugen, etwas wertzuschätzen, was zuvor als Fehler galt.”

Massenproduktion kontra Handarbeit

Sowohl massenproduzierte als auch handgemachte Möbel haben ihre Vorteile. Die Großserienproduktion erhöht die Effizienz, sodass bei hoher Qualität kostensparend produziert werden kann. Im Gegensatz dazu können handgearbeitete Möbel so individuell sein wie die Person, die sie macht. Und das zu verbinden, war nun das erklärte Ziel.

Sehnsucht nach dem Einzigartigen

„Es war uns wichtig, so viel wie möglich aus einem Baum herauszuholen und Eigenarten wie Astlöcher und Unterschiede in Maserung und Farbe, also sogenannte Unregelmäßigkeiten beizubehalten”, erklärt Karin von Ikea. „Unser Lieferant hat ungefähr 1000 Mitarbeiter, die normalerweise weiße, fehlerfreie Kiefernholzmöbel herstellen und nun auf eine ganz andere Art und Weise arbeiten sollten.”

Schon heute wird das Holz nach strengen Standards eingekauft und produziert – ab 2020 wird das gesamte Holz, das IKEA nutzt, aus nachhaltigeren Quellen stammen. Nachhaltigere Quellen sind für Ikea entweder recyceltes oder FSC-zertifiziertes Holz. Bei der Produktion des INDUSTRIELL Stuhls – sowie beim INDUSTRIELL Tisch und bei der INDUSTRIELL Bank – wird dieses natürliche und wunderschöne Material mit noch mehr Vorsicht und Respekt behandelt.

Letztendlich wurde diese Kollektion gestaltet, um eine warme und heimelige Atmosphäre zu schaffen.        Pressematerial von Ikea: Alle Bilder © Inter IKEA Systems B.V. 2018

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