Tipps zum Kofferpacken – Ordnungsliebe Reisefieber #12

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag ganz am Anfang der Ordnungsliebe Reisefieber-Reihe bringen. Wäre durchaus sinnvoll gewesen. Aber dann habe ich mich wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und ich musste fest stellen, dass das gar nicht so einfach ist. Klar findet man überall im Netz schlaue Tipps, aber wirklich innovativ sind sie alle nicht … Die große Frage:

Wie packt man denn nun seinen Koffer am besten?

Gestapelte Shirts für den Koffer

Alles hinein werfen und sich auf den Koffer setzen?

Stapeln & Stopfen? Alles zusammenrollen?

Der Tipp mit dem Rollen ist ja mittlerweile in aller Munde – ist das eine Trendsache? Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern jemals etwas zum Verpacken in Koffer gerollt hätten …

Aber gut: Alles in Rollen verwandeln, um den Koffer bestmöglich auszunutzen – das ist doch mal eine Challenge. Ich bin neugierig und gerne unterwegs und so habe ich es für euch ausprobiert.

Das Ergebnis

Es funktioniert nicht wirklich.

Alles, was ich gerollt in den Koffer gepackt habe, ist als knitterige Windel wieder herausgekommen. Man kann kein Kleid danach mehr tragen, jede Hose sieht aus, als ob man darin geschlafen hätte! Gut, bei Shirts hat es einigermaßen funktioniert, aber auch nur bei den Exemplaren, die man auch als Knäul hätte transportieren können. Also: Eine zusammengerollte Wurst ist nicht optimal – und ganz nebenbei –  viele Sachen lassen sich einfach nicht rollen!

Auch beim Thema Platzverbrauch kann die Wurst-Variante nicht wirklich punkten. Denn wenn ich mal davon ausgehe, dass die meisten Koffer ein rechteckiger Kubus sind, dann passt eine zylindrische Form nur suboptimal gestapelt dort hinein – sprich es entstehen Lücken zwischen den Rollen. Um diese zu vermeiden, muss man sie quetschen – und dann sehen die Sachen noch verkrumpelter aus.

Das alles hat mich ziemlich frustriert, da ich euch ja mitteilen wollte, dass Rollen eine super Lösung ist … Also alles wieder raus aus dem Koffer.

 

leerer Koffer

Für das Packexperiment nutze ich übrigens einen alten Rimowa-Koffer. Die Rollen befinden sich hinten rechts.

Vielleicht ist die Roll-Methode von Vorteil für Rucksäcke? Und für den Koffer: Also doch das gute alte Stapeln als Lösung?

Während ich sinnend vor dem Koffer stand und meine Shirts daneben lagen, um demnächst auf Reisen zu gehen, winkte mir etwas im Hinterkopf. Irgendwann hatte ich nämlich mal ein Bild von einem super ordentlich eingeräumten Koffer gesehen. Da „standen“ die Sachen quasi drin. Und wo stehen bei mir Sachen? Na, wer weiß es?!

Jawohl, meine Shirts stehen beispielsweise in ihren Schubladen rum. Warum also nicht dieses bewährte System nutzen?

Shirts in Schublade

Meine grauen Shirts in der Schublade – kompakte kleine Päckchen, die man unkompliziert rausziehen kann und bei denen man sofort den Aufdruck sieht.

Kleidung vertikal platzieren

Nun ist meine Kleidung teilweise schon gefaltet. Sollte das bei euch nicht der Fall sein, dann fangt an, all die Kleidungsstücke, die mit in den Urlaub sollen, in kompakte Päckchen zu verwandeln. Ihr müsst darauf achten, dass sie schön klein werden. So wie in meiner Shirtschublade, falte ich meine Tops nicht nur klassisch (so wie sie immer im Laden im Regal liegen), sondern noch einmal in der Mitte. So werden sie zu handlichen Päckchen, die stabil genug sind, um zu stehen und nicht in der Gegend rumlabbeln.

gefaltetes Shirt

gefaltetes Shirt

Gestapelte Shirts für den Koffer

Es ist ein bisschen so wie bei der Marie Kondo-Methode. Bei unkomplizierten Blusen funktioniert das ebenso bei Strandtuniken und Co.

Hosen faltet ihr, indem ihr sie längs halbiert. Dann klappt ihr den Schritt nach Innen, damit ein gleichmäßiges Rechteck entstehen. Nun noch einmal halbieren und dann vierteln – voilá ein Hosenpäckchen! Schaut, dass der Hosenbund in gefaltetem Zustand zu sehen ist, denn daran erkennt ihr die Hose auf den ersten Blick!

Ja, da wären wir nämlich schon beim großen Vorteil Nummer zwei, den das vertikale Packen hat:

Man sieht alles auf einen Blick

Es ist wie bei einem Bücherregal, aus dem man nun ganz unkompliziert das Shirt auswählt und problemlos raus zieht.

Ich liebe das! Jedes Kleidungsstück ist von dem Moment an zu sehen, in dem ihr den Koffer öffnet! Meistens sieht man ein Teil des Logos oder des Prints sofort und muss nicht alles erst entrollen, um festzustellen, welches der fünf weißen Shirts denn nun den Einhornaufdruck hat. Das ist wie bei einem Buchrücken – kein Suchen mehr. Kein Wühlen und Sortieren! Alles wunderbar auf einen Blick.

Und das spart viel Zeit – ehrlich.

Kennt ihr das: Man ist nur ein Wochenende unterwegs oder man möchte seinen Koffer nicht auspacken (am nächsten Tag wird das Hotelzimmer gewechselt oder ähnliches), dann ist dieses Rumgewühle im Koffer einfach nur anstrengend. Nichts wird auf Anhieb gefunden, alles zerknautscht und zum Schluss hat man dann doch alles raus geräumt!

Effizienz ist hier das Zauberwort und ihr wisst: Ich liebe Effizienz!

Zum Koffer zurück:

Schweres nach unten

Als erstes platziere ich im Koffer alles Schwere wie mein Beautycase und die Schuhe. Sie kommen im Koffer auf die Seite, wo die Räder sind. So ist nicht nur der Schwerpunkt des Koffers unten und er kippt nicht so leicht um, sondern es drückt auch das Gewicht nicht in der aufrechten Position auf die anderen Teile. Zwei Fliegen mit einer Klappe! Und dann schlagen wir noch Nummer drei, indem wir die Schuhe mit Socken ausstopfen. Oder ein Brillenetui hineinschieben. So werden sie nicht verknautscht.

Koffer effizient packen

Auf dem Bild sind die schweren Schuhe (was ihr seht sind die leichten Sandalen) noch nicht drin. Auf dem nächsten Bild sieht man dann die schweren Schuhe und das Beautycase auf den Rollen.

BHs und Höschen

Die Unterwäsche verpacke ich in eine separate kleine Tasche. Ich habe es euch hier schon mal gezeigt, da nichts ärgerlicher ist, als verbogene Bügel oder eingedrückte Körbchen.

Koffer effizient einräumen

Links unten sehr ihr die Tasche für die Unterwäsche

Bikini und Badeanzug

Auch sie haben eine eigene Heimat – ein wasserfestes Täschchen. Das ist insofern wichtig, da ich am letzten Tag immer noch mal ins Meer hüpfen muss und den nassen Bikini nur ungern in den Koffer lege. In der Tasche liegt er gut und auch verschwitztes Sportzeug mag dort manchmal ganz gerne hinein.

platzsparend packen

Schmuck & Haaraccessoires

Gleiches zu Gleichem! Packt euren Schmuck am besten in eine Schmuckrolle und eure Haargummis und –spangen in ein separates Täschchen. Ich stecke meist alles in mein Beautycase mit hinein, aber man kann sie auch ganz gemütlich neben die Shirts stellen 😉

Bisher sind also schöne Päckchen im Koffer gelandet …

Und jetzt kommt das Koffertetris!

Nun werden alle gefalteten Sachen in den Koffer gestellt! Schön neben einander…

Koffer effizient packen

Kleidung effizient in den Koffer packen

hochkant stapeln

Hut im Koffer packen

Zu den gefalteten Sachen gehören Shirts, Tuniken, Pullover, Hosen und Jacken. Als Mann kann man diese Methode zu 99% durchziehen – einen Anzug würde ich so nicht verpacken und oben drauf legen. Und bei uns Damen schränke ich die Methode auf knitterige Blusen und Kleider ein. Aber das ist ja kein Problem, denn die kommen ganz gemütlich als Abschlußlage oben drauf!

Koffer ordentlich packen

Durch diese „Stellmethode“ hat man folgende Vorteile:

  • Man spart enorm Platz
  • Man sieht alles auf einen Blick!
  • Die Sachen kommen relativ knitterfrei am Urlaubsort an
  • es macht überglücklich
  • und man beeindruckt alle Mitreisenden

und noch ein Wort zur

Schmutzwäsche

Es gibt von Outdoorausrüstern Vakuumbeutel (z.B.Eagle Creek Vakuumsack Pack-it), die das Volumen der Schmutzwäsche ganz erheblich reduzieren. Packt man noch ein Trocknertuch dazu, dann riecht sie auch ganz annehmbar, wenn man sie wieder entleert 😉

 

Die anderen Artikel der Reisefieber-Serie findet ihr hier:

Teil 1: Sonnenschutz – Der STADA-Gesundheitsreport

Teil 2: BH im Koffer – Wie verpacke ich ihn richtig? Ordnungsliebe Reisefieber #2

Teil 3: Kofferanhänger DIY – Ordnungsliebe Reisefieber #3

Teil 4: Die Urlaubscheckliste zum kostenlosen Download #4

Teil 5: Andalusische Eindrücke – Video #5

Teil 6: Die Handgepäck-Checkliste zum kostenlosen Download #6

Teil 7: Was muss mit in mein Handgepäck? Ein Blick in meine Tasche #7

Teil 8: Salt Water Sandalen 2in1 für einen leichteren Koffer #8

Teil 9: 15 Tipps zum Fliegen mit Kindern und Babys #9

Teil 10: Der Hut im Koffer #10 

Teil 11: Die Festival-Packliste #11


*Die enthaltenen Links sind Amazon-Partnerlinks – Eine ganz wunderbare Sache: Ihr bekommt den direkten Link, wo es das Buch oder das Produkt zu kaufen gibt und für mich gibt es einen kleinen Obolus, mit dem sicher gestellt ist, dass ich auch in Zukunft motiviert für euch blogge. Das Produkt ist ausgewählt von mir und entspricht zu 100% meinen Vorlieben!

Kommentare

  1. Tolle Tipps, vielen Dank!
    Sofern man im Urlaub einen Staubsauger greifbar hat, kann man auch günstigere Vakuumbeutel nutzen. Gerade für Eltern-Kind-Kuren sehr empfehlenswert.

    Viele Grüße, Evelyn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.