Blogliebe Januar: Anfang – Warum und wie ich zum Bloggen kam {BlogLiebe #1}

Sabine von was eigenes hat eine wunderbare Aktion gestartet, bei der es um unsere Blogs geht. Sie stellt sich monatlich eine Frage, die wir Blogger ebenfalls beantworten können. Getstartet wird die BLOGLIEBE Januar mit dem Thema ANFANG. Wieso hast Du angefangen zu bloggen? Was hat Dich bewegt Deinen ersten Beitrag zu schreiben? Wie ist Dein Blogname entstanden und wie war das so am Anfang?

Ähm ja, und wie ihr am Datum erkennt – es ist Februar. ich hatte den Artikel am 12. Januar fertig und in den Entwürfen vergessen. Aber da bin ich dann doch ein bisschen zwanghaft und vor Nummer 2 kommt Nummer 1 und deswegen jetzt noch der Januarbeitrag für euch :-).

Und deswegen geht es jetzt auch ans Eingemachte aus der Mottenkiste:

26.8.2009 – das war der Tag, an dem ich mich entschieden habe zu bloggen. Woher ich das so genau weiß? Ich hatte die spontane Idee und hab gleich losgelegt! Unter bebusybee.blogspot.com ging es los.

Ich war alleinerziehend und hatte gerade meinen Job gewechselt. Damals pendelte ich nämlich nach Mannheim, wo ich Marketingleiterin für eine Versandapotheke war. Als dann die Einschulung von Sophie, die damals noch Pippi Langstrumpf auf dem Blog genannt wurde, anstand, habe ich gekündigt und bin zurück nach Mainz. Das war eine wirklich harte Zeit – kein Job, ein kleines Kind und viel Zeit. Also Bloggen!

Das traf sich prima, denn ich startete relativ bald bei einer Filmproduktion, die sich es super fand, dass ich mich damit auseinandersetzte – könnte man ja auch mal machen ;-). Inspiriert hatte mich damals die liebe Nic – die eine ähnlich alte Tochter hatte und über das Nähen schrieb. Eigentlich war sie der Grund, warum ich ebenfalls bloggen wollte – also an dieser Stelle einen lieben Dank! Übrigens zog damals diese nette Dame (ein Werk von Nic) auf mein Sofa, wo sie noch immer wohnt – jetzt im Büro.

Mein Leben mit Pippi Langstrumpf, dem Popstar und Rehen

Also bloggte ich. Über Pippi, über mein tägliches Leben und bald dann auch über den Popstar. Ach und über Rehe. Damals war mein Bloggen wie Tagebuchschreiben und manchmal waren es tatsächlich nur zwei, drei Sätze – was ein Unterschied zu heute! Irgendwie waren wir eine kleine, nette Bloggergemeinschaft. Man bloggt ein bisschen über Kinder, Nähen und Rezepte, kommentierte, wenn einem etwas gefiel und alles war irgendwie schön, aber nicht ergebnisorientiert.

Irgendwann bekam ich von einer Agentur eine Anfrage, ob ich nicht auch professionell bloggen könnte. Aus dem Auftrag wurde im Endeffekt nichts, aber es juckte mich, es auszuprobieren. Und so erblickte parallel zu busybee am 22.5.2012 der neue Blog das Licht der Welt. Damals hieß er noch aufgräumt und war ebenfalls ein blogspot-Blog.

Ordnung, alle wollen mehr Ordnung!

Und auch hier ging es blitzschnell und mein liebstes Thema Ordnung war von Anfang an gesetzt! Anfangs startete ich noch mit einer Freundin zusammen, was ich richtig toll fand (weil sie noch viel ordentlicher war!). Aber andere Blogger? Gab es hier in Mainz irgendwie nicht und ich traute mich auch nicht richtig zu Events. Zumal das Thema Ordnung damals und auch heute irgendwie sehr selten auf der Agenda von Agenturen auftaucht.

Welche Bloggerin ich als erstes getroffen habe? Ich habe jetzt wirklich lange überlegen müssen, aber es war Johanna von Liebesbotschaft. Denn eines Nachmittags klingelte mein Telefon und ein paar Minuten später hatte ich ein Aufräum-Date bei ihr zuhause zugesagt. Oha! Das war noch lange vor ihren Loftzeiten und wir haben einen wirklich intensiven Tag gemeinsam verbracht und gemeinsam aufgeräumt.

Heller und schärfer

Ohja, ich räumte auf! denn mit einem Ordnungsblog muss man ja auch Ordnung zeigen. Und hier stieß ich ganz schnell an meine grenzen, da wir leider nicht in einem hellen Altbau, sondern in einem Fachwerkhaus wohnen, das wir erst gerade langsam heller machen. Es konnte noch so schön ordentlich bei uns sein – es sah alles immer ein bisschen düster aus. und so fotografierte ich wie wild, wenn ich bei Freunden war.

Apropos Fotos. ja, die waren lange, sehr lange unscharf! Bis ich dann nach ein paar Jahren auf die Idee kam, ein Stativ zu benutzen. Himmel, was eine Idee! 🙂

Und mit der Schärfe kam auch die Helligkeit und die ersten Kooperationen und der erste BLOGST-Workshop. Und mit dem Workshop die Erkenntnis, dass man dort auch ganz viele nette andere Blogger treffen kann.

Friends and Hater

Das macht die Bloggerwelt so schön – die vielen netten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Ich könnte jetzt eine ganz lange Liste von den lieben Rhein-Main-Kolleginnen, den tollen BLOGST-Bekanntschaften, meinen liebsten Ordnungs-Freundinnen und den vielen lieben virtuellen Bekanntschaften auflisten. Achja, die Blogroll, die ich schon lange mal wieder aktivieren wollte!

Aber mit wachsendem Erfolg , kam auch die Erkenntinis, dass ich mich auch angreifbar mache. Plötzlich bekam ich seltsame Troll-Kommentare, sinnlose Wutmails und auch nicht jede/r Blogger/in war mir wohlgesonnen. Das war schon eine echte Ernüchterung, die mich lange wirklich mitgenommen hat.

In meiner Nische

Ich freue mich immer, wenn auf Konfernzen geraten wird: Sucht euch eine Nische. Hab ich! Das hat ziemliche Vorteile, da ihr genau wisst, was ihr bei mir erwarten könnt! das hat aber auch den Nachteil, dass ich beispielsweise Agenturen jedes Mal erklären muss, was ich mache. Ich passe da leider in keine Kategorie. Aber hey, das sind Luxusprobleme! Denn aus meinem kleinen Nischenblog sind mittlerweile 5 Bücher entstanden. 5 Stück – ich kann das selbst kaum fassen! und im Fernsehen war ich auch schon …

Alos, ich liebe das Bloggen! Vielleicht werde ich als Oma dann einen Großelternblog aufmachen oder über Seniorenevents berichten – dem Bloggen werde ich jedenfalls treu bleiben!

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1 Kommentare

  1. Liebe Sabine,
    spät aber dennoch von Herzen danke ich Dir für Deinen schönen Artikel
    und für’s Mitmachen bei der BlogLiebe.
    Spannend zu lesen, wie es bei Dir angefangen hat. Und wahnsinn, was dann daraus
    geworden ist! 🙂
    Liebe Grüße, Bine

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