Ein neuer Style soll her – warum eine Nähmaschinen das Leben so viel einfacher macht

Ich arbeite im Rhein-Main-Gebiet. Das bedeutet: regelmäßiges Staustehen. Nicht, dass ich das besonders schätzen würde, aber manchmal kann ich solche Auszeiten super zum Gedankenschweifen nutzen. Vor kurzem habe ich darüber nachgedacht, warum mir das Ordnungschaffen so am Herzen liegt. Und da kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen und schließlich zu der Frage: „Welche Fähigkeiten sind eigentlich besonders nützlich, wenn man sich an ein Projekt macht?“.

Letztendlich kam ich zu dem Schluss, dass eigentlich alles lernbar ist, was man so braucht: Wie man mit Farbe umgeht, einen Nagel in die Wand schlägt etc. Das habe ich mir selbst in den letzten Jahrzehnten angeeignet.

Worüber ich jedoch sehr froh bin, ist dass meine Oma sehr viel Wert darauf gelegt hat, dass ich eine
Nähmaschine ordentlich bedienen kann. Ganz wichtig waren ihr gleichmäßige, gerade Nähte! Das war damals nicht so ganz einfach, da sie noch ein Modell zum Treten besaß. Und da meine Beinchen noch nicht sehr lang waren (sind sie übrigens bis heute nicht), ratterte ich halb sitzend, halb stehend über unzählige Säume.
Später in der Schule kam dann das modernere Modell. Zwar konnte ich dann gerade Nähte – die
Handarbeitslehrerin legte jedoch mehr Wert auf das Fadeneinfädeln auf Zeit. Eine wirkliche Qualifikation, die einem im Leben weiterbringt, oder?

Standardnähen fürs tägliche Leben

Ich muss gestehen: Ich bin keine begnadete Näherin geworden, die tolle Couture zustande bringt. Aber ich kann schnell mal die Gardinen umnähen, ein Kissen mit Reißverschluss versehen oder Sitzbezüge fertigen. Ganz fix ist beispielsweise die Anmutung eines Raumes geändert, wenn man andere Farbakzente setzt. Unkompliziert geht das mit einer anderen Kissenfarbe, neuen Vorhängen oder Kuscheldecken. Die eigene Nähmaschine hat mir dabei schon so manchen Gang zum Schneider oder Dekorateur erspart.

Ich bin der Ansicht, dass schon ein ganz einfaches Modell ausreicht, für das man kein Vermögen hinlegen muss. Ich habe sogar schon auf der kleinen rosafarbenen Kindernähmaschine meiner Tochter sehr coole Tischläufer fabriziert.

Mein Modell ist eine Uralt-Privileg, bei deren Zubehör ich von der Hälfte nicht weiß, wofür es gut
ist – und die Anleitung ist ungefähr vor 5 Umzügen verschollen. Klar träume ich ab und an mal von einem neuen Exemplar und wenn es ein besonders schöner Traum ist von einer Overlock.

Im Netz gibt es da ja viele Modelle, so wie die hier bei Otto, die kein Vermögen kosten.

Patchworkdecke selber nähen ist wirklich kein Hexenwerk

Was ich zurzeit wirklich mag, sind Patchworkdecken. Erst mal kann man da ganz wunderbar verschiedene Farbakzente zusammenmixen und sie ganz individuell an den eigenen Stil anpassen. Verspielt, grafisch, kribbelbunt, monochrom, in Komplementärfarben – da gibt es unendliche Möglichkeiten. Und dann ist es natürlich auch eine schöne Möglichkeit, Stoffreste zu verarbeiten, alte T-Shirts zu recyceln oder ein ganz individuelles Geschenk zu fertigen.

Ich muss gestehen: Ich bin kein echter Patchworkspezialist. Bei mir werden immer jede Menge gleichgroße Quadrate aneinander genäht und mit einem Inlet auf einen Unterstoff gesteppt.
Alles kein großes Hexenwerk!Also keine Angst vor der Nähmaschine – einfach ausprobieren und sich über die individuellen Ergebnisse freuen!

Kategorie DIY

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen Beitrag. Er spornt mich an, um mein Wohnzimmer auchmal wieder Farblich umzugestalten. Und vielleicht wage ich mich ja ein eine Patchworkdecke?!

  2. Ha, ich hab auch eine uralte Privileg und keine Ahnung, für was all das Zeugs dabei gut ist. Falls Du mal wieder im Stau stehst und vielleicht darüber nachgrübelst, wozu all diese Metallteile gut sind, dann lass uns doch bitte an der evtl. eintretenden Erkenntnis teilhaben 😉

    VG, Steffi

  3. Hallo liebe Nele!
    Rat mal, was seit gestern bei mir steht! 😉 Ich kämpfe mich gerade durch das Einfädeln einer Overlockmaschine…

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