Im Herbst wird es emotional – ich nehme euch mit auf eine besondere Reise

Ich habe gerade einen Artikel gelesen, in dem es um Depression geht und der die Frage aufwirft, ob man mit diesem Problem im Job offen umgehen soll. A la: „Nee, ich bin nicht schlecht drauf, ich würde mich nur gerne vor dem Rechner zusammenrollen, weil ich an einer Depression leide.“ Die Autorin des Artikels war ganz eindeutig für ein „Ja!“. Offenheit bezüglich eigener Unzulänglichkeiten würde vieles einfacher machen.

Im Netz gibt es ganz viele wunderbare Menschen, wie beispielsweise Kea, die ganz offen mit ihren Problemen, ihrer Krankheit umgehen und uns an ihren kleinen und großen Erfolgen im Alltäglichen teilhaben lassen, aber auch über ihre Niederlagen schreiben. Die meisten Bloggerinnen, die ich kenne und lese, zeigen jedoch eine ziemlich aufgeräumte Welt, in die ab und an mal Rückenschmerzen und Verspannungen eingeflochten werden, um authentisch zu bleiben. Eheprobleme und Scheidungen? Werden am Rande erwähnt, wenn die Anwälte sich geeinigt haben. Das Kind schlägt alles in der Krippe kurz und klein oder schafft das Abi nicht? Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht gelesen. Und bei „mehr Realität auf Instagram“ muss ich bei 80% der Beiträge kichern, da meine Realität es noch nicht mal auf Instagram schaffen würde im Vergleich zu ein paar Pickelchen.

Motivation

© ViDi Studio

Wollt ihr es eigentlich wissen?

Und dann schaue ich mir meinen Blog an und denke mir: Hab ich euch schon von meiner bevorstehenden Darmspiegelung (weh, kein tolles Thema) erzählt und der Panik, die ich davor habe? Oder wisst ihr eigentlich, dass ich zwei Kinder zu Welt gebracht habe, Simon aber nicht überlebt hat? Von der Wut, die ich irgendwie immer noch nicht verarbeitet habe, wenn alkoholkranke Menschen meine Familie belügen und betrügen?

Woahhh, wusch – da haue ich euch ganz schon was um eure Ohren! Es sind Dinge, die jahre- und jahrzehntelang mit mir rumschleppe und die hier auf dem Blog nicht landen. Weil ich immer der Meinung bin, dass man bestimmte Dinge anderen Menschen nicht ungefragt vor den Latz knallen sollte. Aber ich sehe auch, wie sehr ich mich hin und her winde, weil ich Probleme nicht klar ausspreche. Und dann schwingen Untertöne in meinen Beiträgen mit, die ihr vielleicht nicht einordnen könnt.

Ich bin seit ein paar Wochen am Denken und Abwägen. Über all die Dinge, die ich für mich persönlich möchte, aber auch über meinen Blog, der sich ja auch weiter entwickeln soll. Es gibt da mein „Webinar-Projekt“, an dem ich für euch arbeite. Aber es gibt auch meine vage Idee, dass ich euch mitnehmen möchte auf meine Reise zum Glücklicherwerden. Und das bedeutet, dass ihr die ein oder andere Emotion von mir mitbekommt.

Im Herbst fließen Tränen

Ich werde euch mitnehmen zu ein paar sehr emotionalen Themen. Als ich damals unser Kind verlor, war ich für Wochen paralysiert.Ich habe nur noch auf Autopilot funktioniert und die meiste Zeit vor mich hingestarrt. Das war schlimm, aber was mich verrückt gemacht hat, war meine Unzulänglichkeit, die ich mir in allen Bereichen des Lebens zusprach. Unser Haushalt war eine Katastrophe und ich frage mich bis heute, wie unsere Familie ohne größeren Schaden daraus hervorgehen konnte – also aus der Situation und nicht aus dem vernachlässigten Haushalt ;-).

Aber ich habe in der Zeit sehr viel gelernt. Was wichtig ist und was nicht. Was Priorität im Leben hat und was hinten runter fallen kann – und noch nicht mal bemerkt wird. Und daran möchte ich euch teilhaben lassen. Ich habe ein paar ganz wunderbare Artikel für euch vorbereitet, die auch euch  durch schwere Zeiten helfen können. Zum Beispiel wie man den Haushalt am Laufen halten kann, wenn nichts mehr geht. Oder wie man am besten eine Wohnung putzt, in der jemand krank ist. Apropos putzen: Reinigung bedeutet, nicht immer den Putzlappen zu schwingen! Ich zeige euch ganz tolle alternative Möglichkeiten! Und wollt ihr wissen, was Yoga mit Ordnung zu tun hat?

Es geht um Selbstliebe

In meiner Artikelsammlung für euch wird es um Selbstliebe gehen. Um mehr Zeit für euch und eur Wohlbefinden. Ich mag das neue Schlagwort „Selfcare“ nicht wirklich, aber es ist genau das, was wir gemeinsam erleben wollen. Ein glücklicheres Leben, indem wir auf unsere Bedürfnisse hören und neue Wege finden, den Alltag zu meistern. Es geht nicht darum, alles plötzlich liegen zu lassen und keine Steuererklärung mehr zu machen. Es geht darum, wie man die Steuererklärung möglichst so vom Tisch bekommt, dass alles ruckizucki geht und ihr danach noch mehr Zeit für euch habt. I

m Oktober starte ich mit diesem Experiment und meiner Artikelserie. Und ich bin ganz wahnsinnig gespannt, wie ihr es finden werdet.

 

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2 Kommentare

  1. Liebe Sabine,

    du sprichst mir aus dem Herzen in Bezug auf die immer positive und aufgeräumte Online-Welt. Ich habe auch schon einiges durchgemacht und manchmal gewinnt man das Gefühl, bei anderen flutscht das Leben nur so. Zwar habe ich es nicht erlebt, aber ich glaube, jeder Elternteil kann nachvollziehen, wie entsetzlich es sein muss, ein Kind zu verlieren. Du hast meinen großen Respekt dafür, dieses Thema zu offenbaren und offensichtlich das Leben danach gut zu meistern. Und vor allem hast du mein Mitgefühl! Fühl dich gedrückt!
    Deine Posts lese ich sehr gerne und freue mich auf diese neue Art von Beiträgen.

    Viele liebe Grüße
    Sabine

  2. Ich freue mich auf deine Berichte. Ich finde es dürfte mehr von diesen nagativen Erfahrungen auf Blogs geben. Denn jeder macht diese Zeiten durch in welcher Form auch immer und dann auch mal auf einem Blog, der sonst nur die schöne aufgeräumte Welt zeigt, davon zu lesen macht das ganze doch nur authentischer. Ich selber lese wenn ich krank bin keine Blogs, es zieht mich runter zu sehen was andere gerade erleben oder tolles auf die Beine stellen während man selbst zu Hause krank rum liegt und das Leben an einem mit gehobenem Mittelfinger vorbeizieht.
    Ich bin also gespannt was der Herbst bei dir bringt.
    Viele Grüße Kathrin

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