Einen individuellen Jahres-Putzplan erstellen – mehr Zeit, weniger Stress und mehr Ordnung

Macht es eigentlich Sinn, einen Putzplan zu erstellen? Sinnvoll ist ein Putzplan eigentlich für jeden – nicht nur für Wohngemeinschaften oder größere Familien. Lebt man mit mehreren Menschen zusammen, dann ist eine gute Hilfe, damit die Arbeit nicht immer an der gleichen Person hängen bleibt. So kann es auch nicht mehr passieren, dass sich niemand zuständig für eine Aufgabe fühlt und Dinge unerledigt bleiben. Und dann gibt es natürlich noch die Dinge, die man einfach gerne verdrängt, weil man sie einfach nicht gerne macht oder schlicht vergisst. So sammelt sich rund um Jahr kein Putz-Stau an, der dann viel aufwändiger zu beseitigen ist.

Putzplan erstellen

Was wird sich mit dem Erstellen eines Putzplan ändern?

Ohne einen konkreten Plan und ohne Struktur fällt es Menschen oft schwer, Ziele – in diesem Fall mehr Sauberkeit im Haushalt –  umzusetzen. Eine Übersicht der Aufgaben und Zuständigkeiten im Haushalt schafft Klarheit und vermeidet Konflikte. Und erledigt man immer wieder kleiner „Happen“, fällt es nicht nur leichter und geht schneller, sondern es sammeln sich keine größeren Putzaktionen, die wirkliche Zeitfresser sind. Ein super Beispiel ist der Backofen, den man schnell ausgewischt hat. Eingebranntes Fett von der Weihnachtsgans und oben drauf dem Osterlamm sind dagegen echte Putz-Endgegener.

Putzplan erstellen

Wie gehe ich beim Erstellen des Putzplanes vor?

Es ist eigentlich ganz leicht: Als erstes erstellt man eine Liste aller Räume und ihrer darin zu erledigenden Aufgaben. Schreibt alles auf, ganz egal, ob diese Dinge täglich oder bloß einmal im Jahr erledigt werden müssen. Vergesst dabei nicht den Garten oder den Balkon, die Garage, den Hauseingang und auch die Haustierversorgung.

Schritt 2: Erstelle eine Liste mit unterschiedlichen Zeiträumen, wie täglich, wöchentlich, alle 2 Wochen, monatlich, halbjährlich oder jährlich an.

Putzplan erstellen

Schritt 3: Nun werden alle Aufgaben aus Schritt 1 auf die Zeiträume aufgeteilt. Z.B. Bettwäsche alle 2 Wochen wechseln, Waschbecken täglich auswischen, Hamsterkäfig wöchentlich reinigen, Garagenboden jährlich abspritzen etc.

Am Ende erhält man einen ganz individuellen Putzplan, der dann nur noch auf die einzelnen Familienmitglieder aufgeteilt werden muss! Nun kann man alle Aufgaben in eine Vorlage eintragen und beispielsweise die wöchentlichen Aufgaben auf verschiedene Wochentage verteilen.

Wie viel Zeit sollte ich für die Erstellung einplanen?

Wer seinen Haushalt einigermaßen kennt, benötigt dafür nicht länger als eine halbe Stunde. Etwas länger dauert es, wenn man einen Plan für die WG erstellen möchte, wo unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Arbeits- und Studienzeiten eingeplant werden müssen. Und man kennt sich natürlich nicht so gut wie in der Familie, in der klar ist, dass das mittlere Kind panische Angst vor Spinnen hat und lieber die Bücher abstaubt als den Keller fegt.

Einen Putzplan erstellen: Welche Putzaktivitäten gehören eingetragen?

In einen Putzplan gehören alle Aktivitäten, bei denen es um den Haushalt oder das Haus geht. Das reicht vom Kloputzen bis zum Reinigen der Regenrinne, vom Flurputz bis zum Bestellen des Fensterputzers für unerreichbare Oberlichter. Und wer es gerecht verteilen möchte, der plant natürlich auch das Ausmisten von Pferdeboxen oder die monatliche Beteiligung am Putzplan im Kindergarten mit ein.

Welche Aufgaben gehören hinein? Das wisst ihr bestimmt ganz gut, aber ich habe eine kleine Hilfestellung für euch: Schaut mal im Downloadbereich nach den Frühjahrsputzlisten. In diesen sind jede Menge Aufgaben aufgelistet, die ihr übernehmen könnt. Oder Ihr schaut in den Beiträgen zum Frühjahrsputz nach – dort gibt es zusätzlich noch ein paar Tipps.

Frühjahrsputz Kueche

Jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, wöchentlich, täglich: Wie unterteile ich ihn sinnvoll? 

Erstellt man die Liste mit den Aufgaben, merkt man ganz schnell, dass man große Aufgaben hat, die man wirklich nur einmal im Jahr in Angriff nimmt (Kellerputzen), mittlere Aufgaben wie Staubsaugen oder Betten beziehen gehören in den Wochenputzplan. Die kleinen Aufgaben, wie das Abwischen der Küchenarbeitsplatte oder das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine kommt in den Tagesputzplan. Das kann jeder für sich selbst entscheiden, denn der Putzrhythmus variiert von Familie zu Familie: Bettwäsche wird bei manchen wöchentlich, bei anderen alle zwei Wochen gewechselt.

Welche Probleme kann ein Putzplan lösen?

Ein Putzplan lässt ungeliebte Arbeiten zu Routinen werden. Die Hausarbeit in kleine, aber regelmäßige Tätigkeiten aufzuteilen fällt meist leichter und kann von allen Familienmitgliedern besser umgesetzt werden als große Putzaktionen, die viel Zeit fressen. Zusätzlich vergisst man keine Dinge mehr, sie letztendlich zum Putz-Stau führen, der dann viel aufwändiger zu beseitigen ist.

Gibt es typische Fehlerquellen, die Putzpläne scheitern lassen? Ist es sinnvoll die Familienangehörige in die Gestaltung des Planes miteinzubeziehen? Und wenn ja, wie?

Kommunikation ist alles! Bindet die gesamte Familie, den Partner, die WG-Genossen mit ein. Denn jeder hat Vorlieben, Abneigungen oder auch bestimmte Tage, an denen er keine Zeit zum Helfen hat. Nur mit einem Konsens aller Beteiligten, kann ein Putzplan auch funktionieren. Geht man mit den Kindern durchs Haus und schreibt die Aufgaben gemeinsam nieder, ist die Akzeptanz danach viel größer. Und man sollte Überambitionen meiden! Bei einer WG ist eine Grundordnung wichtig, das tägliche Auswischen des Kühlschrankes illusorisch. Und auch mit kleinen Kindern macht es keinen Sinn, die Latte zu hoch zu hängen.

So, und hier geht es dann endlich zum Download.

Ihr findet übrigens einen weiteren Artikel dazu bei myHomebook, mit denen ich zusammen die Fragen erarbeitet habe.

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