To do or not to do – Wie schreibt man die perfekte ToDo-Liste?

Die perfekte ToDo-List schreiben

Herbst! Juhu! Ganz viel Energie, um neue Projekte im Haushalt zu starten!

Um die vielen Dinge zu kanalisieren, braucht man jedoch den ein oder anderen Plan.

Und so bin ich ein ganz großer Fan von Listen aller Art, weil sie einem so schön das Gefühl geben, den Überblick und etwas geleistet zu haben.

Wie schreibt man die perfekte ToDo-Liste?

Manchmal haben Listen – und insbesondere ToDo-Listen – aber auch die unschöne Eigenschaft, einen an Dinge zu erinnern, auf die man wirklich keine Lust hat. Oder es stehen Punkte drauf, die man Ewigkeiten nicht wegbekommt. Das kann ganz schön unmotivierend sein.

Packt man beispielsweise den Punkt „Wohnzimmer renovieren“ auf die Liste, dann darf man eng gesehen den Punkt erst dann abhaken, wenn auch die letzte Fußleiste montiert ist. Und das kann manchmal dauern…

Um mehr Motivation und Spaß an der Sache zu schaffen, gibt es einen einfachen Trick:

Arbeitsschritte!

Sie geben einem einen schnellen Erfolg und sind ein psychologischer Trick.

Ein Beispiel: Der Sommer ist vorbei und die Sommerklamöttchen wandern in den Schrank. Ich besitze ein paar sehr süße goldene Sandalen, die leider den Kiesboden im Urlaub nicht gut verkraftet haben. So hat sich an der Fußspitze das Leder etwas abgelöst. Jetzt kann man „Schuhe reparieren“ auf die Liste setzen. Das setzt aber voraus, dass ich im Kopf alle Arbeitsschritte kenne, die zu dem gewünschten Ergebnis führen. Im besten Fall tu ich das und erledige sie alle, um nachher das Kästchen abhaken zu können. Im schlechtesten Fall erledige ich diesen Punkt nicht, da ich gar nicht genau überblicke, was genau getan werden muss – und dann lässt man es gleich ganz.

Ich kann aber auch die einzelnen Arbeitsschritte aufdröseln:

1. Kleber besorgen, der auch für Leder geeignet ist

2. Goldenen Stift besorgen

3. Lose Lederstückchen ankleben

4. Stellen, an denen das Unterleder durchscheint, vorsichtig mit goldenem Lackstift betupfen

5. Mit Zeitungspapier ausgestopft trocknen lassen

So aufgelistet bemerke ich, dass ich bevor ich zum eigentlichen „Reparieren“ komme, erst einmal zwei Dinge besorgen und auf die Einkaufsliste setzen muss. Aus einem ToDo-Punkt werden somit mehrere, die sich leicht erledigen lassen.

Das mag jetzt für das Beispiel Schuhe überdimensioniert klingen, aber wenn man sich das oben genannte Wohnzimmer, das renoviert werden soll, anschaut, dann wird die ganze Sache schon komplexer. Denn das Renovieren ist ja nicht nur „hinstellen und Pinsel schwingen“, sondern eine Vielzahl kleiner Arbeitsschritte. Vom Einkauf der Farbe, Abdeckplane, Pinsel etc bis zum Abkleben, vom alte Gardinen abhängen, waschen, neue kaufen, aufhängen bis zu neue Griffe für die Kommode montieren.

Kleine Häppchen nehmen die Angst vor großen Projekten

Kleine Schritte werden schneller getan, da sie einem nicht so unüberwindbar erscheinen.

Probierts mal aus! Aber nicht übertreiben 😉

4 Kommentare

  1. Super Beitrag! Das mache ich immer so. In Frankreich gibt es 2 Sprüche diesbezüglich "Peu a peu baut der Vogel sein Nest auf" und "Rom wurde nicht in einem Tag gebaut". Ich lebe nach diesem Prinzip. Als ich mein Chaoszimmer aufräumen wollte, habe ich dann jeden Tag eine kleine Ecke aufgeräumt. Irgendwann war es fertig und es hat mir keine Mühe gemacht weil jeder 10-15 Minuten pro Tag dafür finden kann.
    Liebe Grüße
    Méditerranée

  2. Toller Beitrag! Das ist wirklich eine sehr hilfreiche Idee! Und oft denkt man im Überschwang der To-Do-Listen gar nicht dran, dass an den kleinsten Aufgaben viel mehr dahintersteckt, als auf den ersten Blick zu sehen… Lieben Dank für's Verlinken!
    Viele Grüße, Katja

  3. Ich teile mir die anstehenden Aufgaben auch gerne in verschiedene Schritte auf – es ist ja immer schön, etwas durchstreichen zu können.
    Danke fürs Verlinken!
    Liebe Grüße
    Stephanie

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