10 Fehler beim Wäschewaschen

10 Fehler

 

Dass man beim Wäschewaschen Fehler machen kann, haben die meisten ja spätestens bei der bekannten roten Socke entdeckt ;-). Oder als der geliebte Kaschmirpullover nur noch der Puppe passte …
Heute geht es aber nicht um die korrekte Temperatur oder den perfekten Schleudergang, sondern um einige Fehler, die man sonst noch machen kann.
Also, auf geht´s:

Fehler 1: Zu viel Waschmittel

zu viel Waschmittel dosieren

 

„Pfff, viel hilft viel“ – so habe ich immer gedacht, aber es gibt da ein paar Regeln, die man durchaus beachten sollte. Denn: Zu viel Waschmittel ist erstens sehr teuer und zweitens schadet es der Umwelt. Mit dem Verbrauch des Waschmittels steigt nämlich auch auch der Wasserverbrauch der Maschine – überdosiertes Waschmittel bringt die Wäsche stark zum Schäumen und zusätzliches Spülen mit klarem Wasser wird notwendig.
Ausserdem können trotz des Spülens Waschmittelreste auf der Kleidung bleiben, die nicht nur den Kleidungsstücken schaden, sondern auch der Haut, was besonders für für Allergiker und Menschen mit Neurodermitis ein Problem ist.

Fehler 2: Zu wenig Waschmittel

War ja irgendwie klar 😉
Aber zu wenig Waschmittel lässt nur nicht Flecken nicht verschwinden, es hat auch noch andere Konsequenzen: Nimmt man zu wenig, leidet nicht nur die Waschwirkung sondern auch die Wäsche. Kalk kann sich darin ablagern und den Verschleiß der Sachen erhöhen. Sie wird weniger saugfähig und riecht mit der Zeit unangenehm, da Bakterien nicht vollständig entfernt wurden.

Waschmittel

Und was ist jetzt richtig? Wie viel Waschmittel brauche ich?

Wie viel Waschmittel benötigt wird, hängt von drei Faktoren ab:
1. Verschmutzungsgrad der Wäsche
2. örtliche Wasserhärte
3. Wäschemenge in der Trommel

Punkt 1 ist selbsterklärend: Richtig, richtig dreckige Wäsche braucht mehr Waschpulver als ein Pullover.
Punkt 2:  Wenn Sie hartes Wasser haben, braucht man mehr Waschmittel – auf den meisten Waschmittelverpackungen stehen Empfehlung für die Dosierung bei hartem Wasser.
Punkt 3: Ist die Wäschetrommel größer oder kleiner als gewöhnlich, muss die Waschmittelmenge entsprechend angepasst werden.

Pflegeempfehlung

Fehler 3: Falsches Füllen der Waschmaschine

In der Anleitung der Waschmaschine gibt es Angaben zur maximalen Wäschemenge – die ist aber meist in Kilo angegeben und das macht (mich) nicht wirklich schlauer. Denn sie sagt nichts darüber aus, wie voll die Waschmaschinentrommel ist, wenn sie mit 4,5 Kilogramm befüllt wurde. Denn Textilien wie beispielsweise Handtücher, Socken und Pullover sind unterschiedlich in ihrem Volumen.
Lasst uns praktisch denken: Wäsche wird dann optimal sauber, wenn ausreichend Bewegung der Textilien in der Trommel gewährleistet ist. Also Wäsche nicht wiegen, sondern schauen, wie viel Platz sie verbraucht. Als Faustregel gilt: Oben in der Trommel soll noch eine Hand hochkant hineinpasst (Wäsche locker in der Trommel, Hand drückt nicht drauf).

Für Woll- und Feinwäsche gilt: Die Trommel etwas leerer lassen, damit sie nicht so stark aneinander reiben.

Fehler 4: Nicht-Ausrichten der Waschmaschine

Jetzt ein Thema, in dem es nicht um die Wäsche geht, sondern um die Maschine:
Es ist eigentlich ganz einfach – die Waschmaschine muss gerade stehen. Je grader, desto länger hält sie! Denn sonst entsteht beim Schleudern eine Unwucht, die das gute Stück ganz schnell in die ewigen Waschmaschinengründe bringt. Aber auch der Boden kann bei den Vibrationen beschädigt werden und eine wandernde Maschine ist auch nicht wirklich toll.
Die Lösung: Wasserwaage auf die Maschine legen und Füsschen genau einstellen. Sollte das nicht helfen, kann oft eine Stück Sperrholz oder ein Kunststoffmatte die größten Vibrationen absorbieren.

Fehler 5: Warten zwischen den Trocknerphasen

Der Trockner ist fertig, wird ausgeräumt und eine Stunde später wird er wieder hochgefahren. Nicht optimal.
Viel effizienter ist es, den Trockner sofort wieder zu beladen, da er die Wärme aus dem vorherigen Zyklus nutzen kann und somit der Energieverbrauch gesenkt wird.

Fehler 6: Knitterschutz nicht nutzen

Die meisten Trockner haben ihn: den Knitterschutz. Bei vielen Geräten kann die Funktion Bügelleicht/Knitterschutz ausgewählt werden. Dabei wird die Heizleistung reduziert und ein sanfter Bewegungsrhythmus gewählt, um Knitterbildung zu vermeiden.

Weitere Tipps:
Je weniger im Trockner, desto weniger Knitter. Und wenn die Wäsche schön warm ist: Gleich falten und wegräumen und nicht wie ich einfach auf einen Haufen werfen. Das spart locker das Bügeln!

Fehler beim Trocknen

Fehler 7:  Trockner nicht reinigen

Eine regelmäßige Reinigung ist besonders wichtig, da sonst der Trocknungsvorgang viel länger dauern kann. Dies bedeutet dann natürlich auch einen höheren Energieverbrauch.

Neben dem Reinigen des Flusensiebes und dem Entleeren des Wassertankes ist es wichtig, sich den Abluftschlauch oder den Wärmetauscher vor zu nehmen. Bei einem Ablufttrockner muss der Abluftschlauch auf Ablagerungen überprüft werden. Beim Kondenstrockner muss der Wärmetauscher gereinigt werden. Aber Achtung: Danach muss der Wärmetauscher vor dem Einsetzen wieder gut abgetrocknet werden!

Fehler 8: Flecken zu stark reiben

Schrubbeldiwupp ist der Fleck schlimmer oder der Stoff abgenutzt. Bei Flecken einen kühlen Kopf bewahren und ihn direkt behandeln. Je schneller, desto größer der Erfolg!
Aber Muskelschmalz wirkt selten!

Fehler 9: Reißverschlüsse offen lassen

Banal aber logisch: In der Waschmaschine wirken die kleinen Reißverschlussverzahnungen wie kleine Zähnchen. Und wer mag seine Wäsche schon anknabbern lassen?

Reißverschluss

Fehler 10: Knöpfe schließen

Was beim Reißverschluss gilt, ist bei den Knöpfen das Gegenteil: Im zugeknöpften Zustand gehen sie schneller kaputt oder reißen aus. Also immer schön die Knöpfe öffnen!

Knöpfe schließen

2 Kommentare

  1. Die Punkte 5,6,7 entfallen bei einem Wärmepumpentrockner. Auch geht die Wäsche nicht mehr ein, es wird weniger "geheizt". Tolle Sache, die ich seit drei Jahren genieße… Im Sinne der Umwelt eine lohnende Investition. Ich habe den *Mercedes* gewählt und finde es großartig, damit zu arbeiten – 70% weniger Bügelwäsche. Beste Grüße!

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