Der perfekte Sitz für Kleidung Teil 2 – die Unterwäsche

Heute kommen wir zu einem wirklich schwierigen Teil, wenn ihr euren Kleiderschrank ausmisten möchtet: Die Unterwäsche.
Klingt erst mal nicht wirklich kompliziert …
Lasst uns mit dem einfachen Part beginnen – mit den Höschen.

Holt sie alle aus den Schubladen raus und betrachtet sie kritisch! Ich bin mir sicher, dass auch bei euch der ein oder andere Slip rumlungert, den ihr schon sehr lange nicht mehr getragen habt. Vielleicht sitzt er zu eng? Oder ihr mögt die Form nicht? Oder er drückt sich überall ab Schaut sie euch genau an. Möchtet ihr tatsächlich noch mit Hello Kitty-Höschen angetroffen werden? Sind die weißen Slips nicht schon völlig grau gewaschen? Fühlt ihr euch im Mini-String wohl? Können die Baumwollriesen aus dem Wochenbett nicht doch weg (vielleicht sollte man sich auch bei dem nächsten Kind zumindest ein neues Set gönnen …).

Ich bin auch immer jemand gewesen, der gerne Slips gesammelt hat – mit lustigem Krümmelmonsteraufdruck, die gemütliche Fraktion (wenns einem mal nicht so toll geht), der 10er-Pack vom Discounter, der geschenkte String von der Schwiegermutter (öh, ja, also, den habe ich wohl nie getragen) etc. Aber alle die Jahre als Slip-Trägerin (hihi) haben mich lernen lassen, dass die meisten sowieso nie angezogen werden. Also habe ich unglaublich viel aussortiert. Die grau gewaschenen Höschen, die mit den lustigen Motiven (die sowieso nicht mehr passen), die mit den ausgeleierten Bündchen und die aus Papier. Häää, Papier? So nenne ich die Slips, die schon beim Anfassen knistern. Kennt ihr die? Meist haben sie ein wirklich schöne Farbe, sind aber zu 100% aus Polydingsbums und verrutschen immer. Also weg damit!

Was wir in unserem Schrank haben wollen, ist Wäsche, die perfekt passt, bequem ist und unserem Körper schmeichelt.
Ihr kennt noch den Spruch der Omas „… und immer saubere und hübsche Unterwäsche tragen! Stell dir mal vor, du hast einen Unfall!“(Aus sicherer Notarztquelle weiß ich, dass das in dem Moment sekundär ist! Aber ganz schlimme Wäschemodelle prägen sich trotzdem ein … haha). Ich verwandle mal die Spruch in „Ihr wollt doch nicht plötzlich in einer Umkleidekabine stehen und ein gräuliches Unterhosenmonster schlackert euch um den Po?“

Schaut euch eure Sachen an und schaut dabei auf das Material und den Tragekomfort. Der perfekte Sitz ist unser Ziel!

Wie muss ein perfekter BH sitzen?

Das Material ist bei Wäsche sehr wichtig

Unterwäsche wird täglich gewechselt und sehr oft gewaschen.
Achtet auf Qualität! Lieber ein paar Euros mehr in pflegeleichte Materialien investieren, die auch nach vielen Waschgängen noch einwandfrei aussehen und die Form behalten. Mittlerweile gibt es wunderschöne Baumwollstoffe in allen Farben und Mustern, die ohne Probleme 60°-Wäschen überstehen. Oha, jetzt kling ich schon wie meine Oma!

Was ihr natürlich nicht bei 60 Grad in die Waschmaschine werfen solltet, ist Wäsche mit Spitze oder aus Seide/Satin. Die wollen wir natürlich auch unbedingt in unserer Wäscheschublade – denn wir sind ja Frauen und je hübscher wir unten drunter gekleidet sind, desto grandioser fühlen wir uns! Aber schaut auch hier, dass der Zwickel (das ist der Einsatz beim Höschen) eventuell mit Baumwolle unterlegt ist. Das erhöht den Tragekomfort ungemein und man schwitzt nicht so schnell.

Der Tragekomfort – alles muss perfekt sitzen!

Die schönste Unterwäsche bringt nichts, wenn Sieunbequem ist. Unterwäsche ist den ganzen Tag direkt auf dem Körper und es gibt nichts Unangenehmeres, als wenn ständig etwas kneift oder verrutscht. Alsonehmt euch viel zeit, um das perfekte Höschen zu finden!. Es hilft, wenn Ihr euch darin etwas bewegt und euch hinsetzt.
Slips, Tangas und Hipsters sind bequemer, wenn Ihr sie eineNummer  größer kauft. Und achtet darauf, dass die Wäsche etwas Elasthan enthält, damit sie die Form bewahren und beim Tragen nicht ausleiern.

Welche Unterwäsche Ihr tatsächlich kauft, ist natürlich Geschmackssache. Jeder bevorzugt andere Materialien oder einen anderen Schnitt. Egal ob Hipsters, einfache Slips, Tangas oder Strings – wie viel Stoff Ihr tragen möchtet, hängt von Eurem persönlichen Geschmack ab.

In meiner Wäscheschublade habe ich jedoch eine kleine Auswahl unterschiedlicher Höschen für alle möglichen Gelegenheiten:

  1. Wenn sich nichts abbilden darf, sind so genannte seamless Slips in Hautfarbe ganz toll. Sie sind mittlerweile lasergecuttet und haben keinen um genähten Saum mehr – so kann sich absolut nichts abdrücken!
  2. Ein Bauchweg-Höschen (Shapeware) drückt die Weihnachtsplätzchen weg und Hipster sind für tief sitzende Röcke ganz toll.
  3. Und für mein Dirndl habe ich natürlich auch das passende Untendrunter – und da wären wir schon beim Thema BH.
Ordentlich aufbewahrt in unterteilten Kartons, die man perfekt in Schubladen stellen kann

Aber was ist denn ein perfekter BH?

Als erstes muss er einfach optimal sitzen!
Schaut euch eure BHs an: Ein guter BH sollte unbedingt angenehm auf der Haut sein ohne einzuschneiden oder rote Stellen zu hinterlassen. Er soll der Brust einen optimalen Halt verleihen und sie mit den Körbchen fest umschließt. Vor allem bei Bügel-BHs sollten die Bügel nicht drücken oder  einengen, was bei qualitativ weniger hochwertigen Dessous häufiger der Fall sein kann.
Damit man den perfekt sitzenden BH in seine Schublade legen kann, muss man natürlich seine BH-Größe kennen! Es gibt Studien, dass ein Großteil der Frauen, die falsche BH-Größe trägt. Hallihallo? Wie kann denn sowas passieren? Wir wollen doch alle toll aussehen und uns fantastisch fühlen?!

Welche BH Größe man hat, ist von zwei Messungen abhängig: Der Umfang des Torsos direkt unter den Brüsten und der Umfang der Brüste auf ihrer vollsten Stelle. Der Unterbrustumfang wird direkt unter den Brüsten genommen, wobei die Messung abgerundet wird, und zwar auf die verfügbaren BH-Größen (65, 70, 75, 80, 85 etc.) die am Nächsten kommt.

Extra für euch gemalt :-)

Dann wird der Umfang der Brust gemessen. Das Verhältnis zwischen diesen zwei Ergebnissen, also der Messdifferenz in Zentimeter, bestimmt die Cup Größe eines BH. Ein Beispiel: Wenn der Torso 80 cm misst und der Brustumfang 95 cm, dannwird 95 minus 80 gerechnet. Welche Cup-Größe dahinter steckt, kann man dann einer Tabelle entnehmen.
Ihr sehr: Das ist eine kleine Wissenschaft. Und wenn es um Wissenschaft geht, dann möchte ich einen Spezialisten an meiner Seite – sprich ein fachkundige Beraterin in einem Laden.
Spart da nicht! Ich schwöre euch: Jeder investierte Euro macht euch das Leben angenehmer! Lasst euch beraten und hofft nicht, dass die Einheitsgröße beim Kaffeeröster schon irgendwie passen wird. Wie bei anderen Konfektionsgrößen für Kleidungen, gibt es fast immer Schwankungen von Hersteller zu Hersteller.Und nicht jeder Körper ist gleich! Also lasst euch beraten! Ein gut sitzender BH ersetzt 10 schlecht sitzende!

BH anprobieren

Zum Anprobieren solltet ihr die mittleren Haken schließen. Zum einen kann man sie immer noch enger machen,zum anderen hat man noch ein bisschen Spielraum. Bei einem fabrikneuen BH sind die Träger meist zu kurz eingestellt. Der BH sollte bei optimaler Trägerlänge waagerecht am Rücken in Höhe des Unterbrustbands sitzen und die Träger nicht einschneiden.

Der BH sollte am Rücken unter den Schulterblättern getragen werden Oft hängt der Verschluss jedoch zwischen den Schulterblättern oder höher – klar, dass der BH dann keinen richtigen Halt geben kann!

Die Qualität

Und jetzt noch zur Qualität: Hochwertige Dessous erkennt man zunächst einmal an der Verarbeitung der Materialien. Keinesfalls sollten Nähte teilweise offen liegen oder gar Fäden heraus hängen. Eine handwerklich saubere Verarbeitung und gute Abschlüsse der Nähte, die sich nicht nach einer Weile bereits auflösen, sind ein wesentliches Merkmal.
Große Größen sollten für einen optimalen Sitz dreiteilig verarbeitete Cups haben – das findet man selten bei Billiganbietern.

Also jetzt kommen alle BHs weg, die nicht optimal sitzen! Wir wollen keine „Mäuschen“ mehr unter den Achseln finden! Wenn alles hübsch sortiert ist, nehme ich immer alle BHs und suche das passende Höschen dazu. Das falte ich dann und lege es in (oder unter) die Cups. So habe ich sie morgens immer griffbereit und muss nicht lange danach fahnden!
Also ab jetzt: Nur noch wunderbare Unterwäsche für uns!!

14 Kommentare

  1. Ich habe gerade Höschen aussortiert. Das war ein ordetnlicher Haufen. Im Jugendalter bildet man sich ja ein man muss sich Strings kaufen 😀
    Bei den BHs mach ich mich jetzt dann mal auf die Suche – die meisten kamen weg, weil sie sich einfach unter jeder Kleidung abzeichnen. Da bringen mir Rüschen auch nichts, wenn ich den nirgends drunter tragen kann. Viel blieb da nicht übrig. 😉
    Das einizige was ich nicht mache ist die Unterwäsche passend zueinander zu tragen. Ich mix da gerne 😉

  2. Das nenne ich mal einen motivierenden Post – hab auch sofort angefangen und eine Menge aussortiert. 🙂

  3. So ich greif es auch noch heute an!!!! Danke für solch tolle Anregungen…..
    Wenn du geschrieben hättest "räumt doch mal wieder euren Schrank auf" Boaaaa neeee nicht dein Ernst und hätte weiter geklickt aber so……das schaff ich….meine Unterhosenschublade….das schaff ich!!!!!
    Joaaaa wir schaffen das!!! Hehe

  4. Die Aussage "Die meisten Frauen tragen die falsche BH-Größe" halte ich ja für falsch – weil das nicht Größenschwankungen zwischen Firmen und Variationen durch Brustform berücksichtigt. Bei meiner Schwester z.B. kommt die Standard-Messung IMMER auf eine Größe, die ihr nicht passt – weil das eben bei ihrer Brustform nicht funktioniert.
    Wichtiger als das Messen ist daher das Anprobieren, und das Wissen, worauf man dabei achten muss.

  5. Ein sehr schöner und hilfreicher Beitrag! Qualität, gute Materialien und vor allem die richtige Größe sind bei Unterwäsche ein Muss 😉

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