Endlich Ordnung im Kleiderschrank, eine Schritt für Schritt-Anleitung und 3 radikale Tipps, die wirklich cool sind

Hier kommt nun mein Artikel zur Blogparade „Alles neu macht der Frühling: Mein Tipp für ein ordentlicheres 2018“

Habt ihr schon bei der Blogger-Challenge  mitgemacht? Bei mir geht es heute geht um eine ganz einfache Schritt für Schritt-Anleitung, wie ihr endlich richtig Ordnung in euren Schrank bekommt. Und zum Schluss habe ich noch drei richtig fiese Tricks, wie der Kleiderschrank auch in Zukunft ordentlich bleiben wird! 🙂

Immer, wenn ein Saisonwechsel ansteht, dann bekomme ich unheimlich Lust, mich mal wieder intensiv mit meinem Kleiderschrank zu beschäftigen. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht die letzten Jahre immer wieder getan hätte, aber irgendwie sammeln sich dann doch diverse Schrankleichen an, die aussortiert werden müssen, Sachen, die nicht mehr passen (meinem Körper oder zu meinem Leben) oder Kleidung, die kaputt ist oder Löcher bekommen hat. Im schlimmsten Fall haben ein paar Motten Party in meinen Pullovern gefeiert ;-).

Frühlingsgarderobe

Ich habe euch ja schon öfter mit zu solchen Ausmist-Aktionen in meinen Kleiderschrank mitgenommen und deshalb geht es heute zu meiner Freundin Diana, der ich das große Kleiderschrank-Aufräumen zu ihrem Geburtstag geschenkt hatte. Genau wie ich, lebt sie garderobentechnisch in ganz vielen Welten: Sie ist engagierte Ärztin (Praktisches für unter den Kittel), entspannte Yogalehrerin (Gemütliches für alle Lebenslagen) und begeisterte Partytigerin (ihr Mann ist wie meiner beruflich im Eventbereich unterwegs). Und dazu liebt sie Mode. Also hat sich in den letzten Jahren jede Menge in ihrem Kleiderschrank angesammelt und im Gegensatz zu mir, passen ihr tatsächlich noch die Sachen aus dem Studium. Das alles „wohnt“ in einem kleinen begehbaren Kleiderschrank, der unter eine Dachschräge gebaut wurde – übrigens ein ganz tolles Konzept, wenn man keinen Kleiderschrank stellen kann!

Kleiderschrank aufräumen

Ich hab ja immer ein bisschen schlechtes Gewissen, wenn ich so eine Aktion unter Freunden starte, da ich im Aufräumfieber manchmal etwas „pushy“ werde 😉

Aber es hilft ja nix, wenn man zu einem ordentlichen Ergebnis kommen möchte. Also starte ich immer mit

Schritt #1: Termin festlegen

Das klingt jetzt nicht wirklich spektakulär, aber aus Erfahrung weiß ich genau, dass zwischen Tür und Angel einfach zu wenig Zeit ist. Sucht euch einen festen Termin, an dem ihr alleine oder mit Unterstützung euren Kleiderschrank ausmisten möchtet. Plant richtig viel Zeit ein, da zu guter Letzt die aussortierten Sachen ja noch weggebracht oder –geräumt werden müssen.

Schritt #2: Eventuell Unterstützung holen

Wenn dir das Ausmisten eher schwer fällt und du dich nicht leicht von Dingen trennen kannst, dann ist Unterstützung toll! Denn sie sieht mit ganz anderen Augen auf dich und deine Schätze. Ich hatte mal ein Kleid mit einem wirklich auffallenden Sixties-Muster, das ich schon ewig besaß. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass es mir steht und ich damit wild und total „boho“ aussehe. Leider sah wohl nur ich das so, denn der kritische Blick einer Freundin verriet, dass ich zwar wild aussah, mir aber weder die Farben noch der Schnitt standen. Ich war eher eine wandelnde Stofftonne.

Kleiderschrank aufräumen

Schritt #3: Nicht alles auf einmal!

Wenn ihr einen überschaubaren Kleiderschrank besitzt, dann räumt alles raus! Die meisten, die eine Aufräumaktion starten, besitzen jedoch so viele Sachen, dass man schrittweise vorgehen sollte. Also erst alle Kleider, dann alle Oberteile, Unterwäsche usw. Immer alles kategorieweise rausräumen und sortieren.

Kleiderschrank aufräumen  Socken sortieren

Schritt #4: Anprobieren!

Jetzt wird alles anprobiert! Denn so könnt Ihr am besten entscheiden, was bleiben darf und was weg kann und ihr seht, was noch passt und was nicht. Nur in die Hand nehmen reicht nicht aus – ihr müsst tatsächlich alle Sachen anprobieren. Alle.  Eine Ausnahme gibt es jedoch: wenn etwas nagelneu ist oder ihr es sehr regelmäßig tragt!

Jetzt kommt jedes Teil auf den Prüfstand: Alles, was nicht mehr passt oder fehlerhaft ist, wird aussortiert –  zu groß, zu klein oder vom Schnitt nicht vorteilhaft: Weg damit!

Kleiderschrank aufräumen

Schritt #5: Sortieren

Was muss weg? Was darf bleiben? Alles, bei dem man bereits auf dem ersten Blick sieht, dass es kaputt, verfleckt, ausgeleiert, verblichen oder einfach nicht mehr schön sind, ist die Entscheidung einfach zu treffen. Weg damit!

Der erste große Batzen ist geschafft! Nun ist schon mal alles weg, was nicht mehr passt, nicht gut sitzt und was offensichtlich beschädigt ist.

Kleiderschrank aufräumen

Das, was übrig geblieben ist schaut ihr euch auch aber bitte noch mal genau an und stellt euch die Fragen:

  • Trage ich es noch?
  • Gefällt es mir noch?
  • Wieviele (fast) identische Kleidungsstücke besitze ich?

Ganz wichtig: Ehrlich sein und Sachen nicht nur hin und her schieben, sondern loslassen und aussortieren. Denn unter uns gesagt: Die Jeans, in der man mit 20 super aussah, wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie mehr passen …

Mache drei Kleiderhaufen:

  • behalten
  • verkaufen
  • weg damit!

Kleiderschrank aufräumen

Schritt #6: Saubermachen

Wischt euren Kleiderschrank nun richtig gut aus – am besten einmal mit dem Staubsauger durch alle Ritzen und danach mit etwas Essigwasser auswischen. Das hilft ganz wunderbar gegen Mottenlarven! Ein paar Lavendelsäckchen oder Seifenstücke duften ganz wunderbar. Wenn ihr schon beim Aufhübschen des Kleiderschrankes seid: Entsorgt kaputte und alte Bügel und benutzet einheitliche Kleiderbügel. Denn die Mischung aus Drahtbügel, dickem Anzugsbügel und gebogenem Holzbügel kostet dich einfach sehr viel Platz, da sie aneinander gereiht immer unnötigen Abstand benötigen. Am besten entscheidet man sich bei einem kleinen Schrank für platzsparende Bügel, die am besten auch noch antirutsch sind. Und einheitliche Bügel geben ein ganz wunderschönes einheitliches Bild und sehen gleich viel ordentlicher aus!

Hübsch sauber geht es nun an den nächsten Punkt

Schritt #7: Ordentlich einräumen

Der Schrank ist leer und ihr steht knietief in euren Klamotten?

Kleiderschrank aufräumen

Der perfekte Zeitpunkt, um Ordnung in den Schrank zu bringen. Für den WOW-Moment nach dem Öffnen des Kleiderschranks noch einen Tipp: Schneidet euch eine Pappe zu, ca. im Format 25 x 40 cm und nehmt euch nach und nach alle Oberteile vor – Shirts, Blusen, Pullover. Faltet sie mit Hilfe der Pappe zusammen und räumt sie farblich sortiert wieder in den Schrank. Die farbliche Sortierung erleichtert nicht nur das Kombinieren, sondern ist auch optisch ein Highlight! Und wenn man dann schon beim Einräumen ist, kann man einige Sachen gleich noch nach Sommer und-Wintergarderobe sortieren.

Kleiderschrank aufräumen

Schritt #8: Verschenken, spenden, entsorgen & verkaufen

Nachdem der Kleiderschrank wieder sauber eingeräumt ist, gibt es nun ja noch zwei Stapel, die noch rumliegen.

Packt alle Dinge, die ihr spenden möchtet in große Tüten und bringt sie schnellstmöglich – am besten noch am Aufräumtag weg! Ebenso die Sachen, die entsorgt werden sollen! Ganz schnell aus dem Haus damit!

Kleiderschrank aufräumen

Die Sachen, die ungetragen, wie neu oder zu schade zum Wegwerfen sind, werden verkauft. Ich habe mal eine Liste zusammengestellt, wo man sie verkaufen kann – ihr findet sie hier! Und auch hier gilt: Schieb es nicht zu lange vor dir her!

Nie mehr den Schrank zumüllen!

Und wie bleibt der Kleiderschrank jetzt dauerhaft ordentlich?

Nun gibt es Menschen, die sich unglaublich schwer von Sachen trennen können. „Das Shirt nehme ich dann noch zum Schlafen. Und die Hose ziehe ich zum Putzen an“. Vielleicht hängt das Herz an einem Kleid, das vor Jahren mal sehr teuer war? Mit der Einstellung wird der Kleiderschrank nicht leerer und minimalistisch (falls das das Ziel sein sollte) schon gar nicht! Das Ziel ist doch ein Kleiderschrank, in dem nur Dinge hängen, die wir wirklich gerne anziehen und die uns stehen! Alles andere muss raus! Lieber ein hübsches und kuscheliges Nachthemd als 10 alte T-Shirts mit Löchlein!

Oder man hat den Schrank ganz wunderbar aufgeräumt und zwei Monate später ist er wieder überfüllt.

Kleiderschrank aufräumen

Nun kommen wir zu den etwas radikaleren Tricks, die das zukünftig vermeiden sollen:

Und wie bleibt der Kleiderschrank jetzt dauerhaft ordentlich?

Tipp 1: Wirf einen Blick

Ok, nun das ist nun der alternative Weg, wenn man sich nicht von Sachen trennen kann. Statt alles häppchenweise zu probieren und auszusortieren, werden hier nun alle Sachen (und ich meine alle Sachen) aus dem Schrank geräumt. Dazu werden alle weiteren Kleidungsstücke und Schuhe von anderen Orten der Wohnung gelegt. Alles! Ab damit aufs Bett! Ja, es ist auch wichtig, alles auf das Bett zu legen, damit du den Anreize hast, das Schrank-Chaos vor dem Schlafengehen zu beenden.

Sollte das noch nicht die erwartete Schocktherapie sein, dann gehen wir noch einen Schritt weiter (ohja, das geht!)

Und nun wirf einen Blick auf das, was du in den letzten Jahren oder Jahrzehnten angehäuft hast. Es hilft, mal alles an einem Ort zu sehen. Und: herzlich willkommen bei diesem Schock! DAS IST VIEL! Das ist wirklich viel! Meistens reicht es schon, alles auf einem Haufen zu sehen um zu realisieren, dass diese Menge völlig überdimensioniert ist (zumindest war das so bei mir!). Ihr glaubt gar nicht, wie leicht es danach ist, sich zu trennen!

Tipp 2: Entdecke die wahren Kosten!

Nimm jedes Teil in die Hand und gib ihm einen Preis – mach eine Liste von jedem Stück und seinem tatsächlichen Preis, den du dafür bezahlt hasten. Wenn du dich nicht erinnern kannst, dann schätze es. Man weiß ja ungefähr, was ein Shirt von H&M oder eine Bluse von Esprit kostet. Und dann wird addiert! Ich bin fast vom Glauben abgefallen, als ich das gemacht habe. Himmel! Wer nun noch ein bisschen weiter gehen möchte, der nimmt seinen Stundenlohn und teilt die Gesamtstumme durch diesen.

Wahnsinn oder?

Jedes Mal, wenn du nun beim Shopping bist, dann ruf dir einfach den Klamottenberg und die Summe deiner Ausgaben vor Augen. Also, bei mir klappt das hervorragend! Wirklich gut funktioniert auch, mal die Summe der Fehlkäufe aufzulisten!

Tipp 3: Radikale Leere

Wer Angst hat, nicht genug im Kleiderschrank zu haben, der sollte dies mal ausprobieren: Nehmt von dem Stapel Kleidung, der euch passt und den ihr mögt, nur das, was ihr wirklich oft tragt und was ihr wirklich, wirklich liebt!

Das dürfte maximal ein Drittel der Klamotten sein!

Räumt sie schön in den Schrank und erfreut euch an der Übersichtlichkeit und der Ordnung! Die restlichen Sachen packt ihr in einen Karton. Anstatt sie alle wegzugeben und sich Sorgen zu machen, dass ihr nicht genug habt, gebt ein wenig Raum und Zeit zwischen euch und den Überfluss. Schaut, wie es sich anfühlt. Fraget euch, ob ihr etwas vermisst. Fühlst du dich leichter? Glücklicher? Weniger gestresst? Nach 60-90 Tagen, wenn du nichts vermisst hast, kannst du die Sachen ganz leicht weggeben. Oder du holst sie zurück, wenn du dich nicht wohl damit gefühlt hast. Aber es ist ein tolles Experiment, dass einem auf jeden Fall zeigen wird, dass man sehr viel weniger benötigt als man hat!
Es gibt dabei gibt es übrigens keine richtige oder falsche Entscheidung. Die Distanz, die du zwischen dir und deinen Sachen legst, hilft dir einfach nur deine tatsächlichen Bedürfnisse zu erkennen! Dann kannst du das nächste Mal viel entspannter Shoppen und gibst weniger Geld für Überflüssiges aus!

Und nun, Tatar: HIER kommt jetzt noch das Video dazu!

Kleiderschrank aufräumen

 

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8 Kommentare

  1. Hallo Sabine, toller inspirierender Artikel für den Frühjahrsputz im Kleiderschrank.

    Was das Verkaufen der aussortierten Kleidung betrifft: Ich finde nur den Link zur „.. Liste zusammengestellt, wo man sie verkaufen kann“ nicht. Das interessiert mich nämlich sehr.

    Liebe Grüße
    Saskia

  2. Manchmal ist es tatsächlich Wahnsinn wieviel man im Laufe der Zeit anhäuft. Ich habe sogar noch eine Kategorie „Stall- und Gartenklamotten“!

  3. Hallo, ich bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und ich muss ehrlich sagen das ist genau der Anstoß den ich gebraucht habe. ^^
    Hatte mir für dieses Jahr fest vorgenommen meinen Kleiderschrank komplett auszumisten. Habe aber bisher noch nichts gemacht, aber jetzt habe ich mir für nächstes Wochenende den ganzen Sonntag reserviert. Mal schauen ob ich es schaffe.
    LG
    Aylin

  4. Pingback: Unsere Blogparade: Mein Tipp für ein ordentlicheres 2018 | The organized Cardigan

  5. Hi Sabine,

    die beste Entscheidung die man treffen kann um effektiv und ungestört auszumisten, ist wirklich das Date mit sich selbst. Es klingt zwar komisch, sich Zeit frei zuhalten, um auszumisten, aber tut man diese nicht, legt man entweder gar nicht erst los, oder es kommt ständig etwas dazwischen, bzw. man wird gestört. Ich liebe die Dates mit mir selbst! 😀

    LG Mel

  6. Angelika

    Hallo Sabine,
    dieser Post fasst wirklich alles zusammen, was wichtig ist, um den Schrank zu entrümpeln. Für die Organisation im Schrank beim Einräumen gibt es ja verschiedene Möglichkeiten wie Boxen etc.
    Dein bester Tipp für mich aber ist, nicht alles auf einmal machen zu wollen. In der Studentenbude war das noch realistisch, da hatte ich wirklich nicht viel, aber mittlerweile wohnen wir in einem Haus und haben einen meterlangen Einbauschrank, der auch um die Ecke geht und gleichzeitig auch Bettwäsche, Medikamente, Schuhe und Handtaschen beherbergt. Die Methode „alles raus!“ hat mich immer abgeschreckt, weil der Aufwand enorm wäre und ich soviel freie Zeit und Energie nicht am Stück investieren kann.
    Nun habe ich bereits 2 „Termine“ mit meinem Schrank gehabt. Der Teil mit den Kleiderstangen wurde an einem Nachmittag erledigt, am zweiten die Fächer mit Pullis, T-Shirts und Nachtwäsche. Allein dieser Berg auf dem Bett hat mich umgehauen! Aber nach 3 Stunden war ich durch und stolz wie Bolle. 2 große Säcke wanderten gestern in den Container.
    Das nächste Projekt sind Unterwäsche und Socken, das ist schön überschaubar und auch unter der Woche machbar.
    Und wenn ich alles durch habe, überlege ich mit, wie ich den Schrank besser organisiere. Bettwäsche und Tischdecken müssen ja nicht die prominenten Plätze haben ( wie aktuell); die können ja vielleicht mit den Handtaschen tauschen. Dann wechsle ich die sicher auch öfter
    Uff, das wurde aber ein langer Kommentar! Wahrscheinlich, weil ich so erleichtert bin, das endlich in Angriff genomme zu haben. Aber eins muss zum Schluss noch sein: Danke für die vielen tollen und nützlichen Tipps hier auf dem Blog!

    Herzliche Grüße, Angelika

  7. Hallo Sabine,

    mittlerweile vermiete ich meine Sachen an Film/Fotosets da ich mich nicht trennen kann.

    Deine Tipps sind dennoch super 🙂 Danke dafür

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