Die Patchworkdecke zum 18. Geburtstag – Kinderkleidungs-Upcycling

Ich hatte euch in diesem Beitrag schon einen Blick durchs Schlüsselloch gegeben und euch das große DIY-Projekt angekündigt, dass ich in den letzten Wochen fast jeden Abend vor der Nähmaschine liegen hatte: die Patchworkdecke aus T-Shirts zum 18. Geburtstag von Sophie. Ok, gleich zu Beginn eine Einschränkung – es waren nicht nur T-Shirts, sondern jede Menge mehr…

Patchworkdecke aus T-Shirts

Die Idee

Die Idee zu dieser Decke kam mir schon vor ein paar Jahren (besser ist das gewesen!). Es sollte eine Patchworkdecke aus T-Shirts zu Sophies 18. Geburtstag werden, die aus Textilien zusammengesetzt wird, die wir seit ihrer Geburt gesammelt haben. Ihr erster Body aus dem Krankenhaus, der süße Strampler vom 1. Geburtstag, die geliebte Latzhose. Und später dann Shirts vom Pfadfinderlager, Schul-T-Shirts, Erinnerungshirts von Reisen.

Patchworkdecke aus T-Shirts

Das Material für eine Patchworkdecke aus T-Shirts

Dafür habe ich die letzten Jahre immer dann ein Kleidungsstück zurückgelegt, wenn wir mal wieder ausgemistet haben und zu klein gewordene Kleidungsstücke aussortiert wurden. Die Babysachen hatte ich teilweise noch als Erinnerungsstücke und weil wir ja ursprünglich noch weiteren Nachwuchs geplant hatten. So kam ganz schnell eine ziemlich große Sammlung für die Patchworkdecke aus T-Shirts raus, die von Jahr zu Jahr anwuchs und immer schwieriger zu verstecken wurde.

Zusätzlich habe ich an Material besorgt:

  1. Nähgarn
  2. Bügelflies 2m x 180 m
  3. Volumenflies zum Aufbügeln (insgesamt 5 m)
  4. Viskosejersey (ca. 5 m) – vorgewaschen
  5. Aufnäher, die wir aus Kindergartenzeiten hatten und die Sophie geliebt hat.

Der Stoffaufwand ist so enorm, da ich für die 2m x 1,80m Decke die Länge doppelte brauchte, da der Stoff nicht so breit lag und ja noch das Binding dazu kommt. Aber ich hatte sowieso alles sehr großzügig berechnet.

Patchworkdecke T-Shirts Upcycling

Die Anleitung für eine Patchworkdecke aus T-Shirts

Als erstes habe ich alles einmal richtig heiß gewaschen. Nicht nur um den Muff loszuwerden, sondern auch, damit nachher nichts mehr auf die Idee kommt, sich in der Größe zu verändern.

Im nächsten Schritt habe ich alles in Quadrate zugeschnitten. Ich habe für die Patchworkdecke aus T-Shirts dafür ein kleines Shirt als Richtmaß genommen und daraus ein Quadrat geschnitten und das nun als Vorlage für alle anderen verwendet. Was kleiner war oder nicht in ein Quadrat gebracht werden konnte (Bodies, Strampler etc.), wurde auf Stoff aufgenäht.

Dann kam der Schritt, der am wenigsten Spaß gemacht hat: Alles wurde noch mal auf Bügelflies gebügelt, damit es sich beim Nähen und Waschen nicht verzieht. Das ist unbedingt notwendig, da die Shirts doch oft sehr dünn von der Qualität waren.

Patchworkdecke zum 18. Geburtstag

Als alles aufgebügelt war, habe ich das Muster gelegt und abfotografiert. So konnte ich genau sehen, ob es harmonisch ist, eine gewisse Spannung hat und in der Mitte die wichtigsten Shirts platziert sind.

Und ab dann wurde genäht! Ein Querstreifen nach dem anderen. Erst wenn alle Streifen fertig sind, näht ihr sie zusammen. Ihr werdet feststellen, dass das eine ganze Menge Stoff ist! Um das elende Rumgeschiebe unter der Nähmaschine zu minimieren, näht ihr erst einmal immer nur 3 Querreihen zusammen. Bei insgesamt 9 Reihen (wie bei mir) habt ihr dann am Ende 3 Dreierblöcke, die ihr dann zusammennäht. So müsst ihr insgesamt nur 2x große Stücke zusammennähen.

Wenn ihr das alles gemacht habt, werdet ihr vielleicht feststellen, dass trotz der aufgebügelten Vliseline an der ein oder anderen Ecke kleine Löchlein entstanden sind, weil der Stoff halt einfach alt ist. Dafür habe ich die Aufnäher besorgt, die dem ganzen nun den letzten Halt geben.

Volumenflies aufbügeln

Wir nähern uns dem Ende und bügeln nun von Hinten das Volumenflies auf. Ich habe das auf dem Boden mit einer dicken Wolldecke gemacht, die ich untergelegt habe.

Nun legt ihr die Decke auf den Unterstoff und steckt ihn sehr sorgsam fest – auch in der Mitte mit großen Sicherheitsnadeln! Steppt nun die Decke nach Belieben auf dem Unterstoff fest. Zum Schluß schlagt ihr den Rand zwei Mal ein und steppt ihn als Einfassung knappkantig um.

Mein Tipp für die Patchworkdecke aus T-Shirts: Wer eine Nähmaschine hat, die nicht wirklich robust und für mehrere Stofflagen geeignet ist, gibt die Decke zum Schneider und lässt sie dort durchsteppen. Es gibt im Internet aber auch professionelle Quiltservices, die auch noch schöne Muster steppen können.

Patchworkdecke zum 18. Geburtstag

Und tadaaaaaaa, die Decke ist fertig. Sie ist super angekommen und Sophie war wirklich erstaunt, was ich alles aufgehoben hatte. Ein wunderschönes Erinnerungsstück, das vielen Erinnerungsklamotten aus der Kinderzeit eine neue Aufgabe gibt. So vergilben sie nicht in Boxen und haben auch noch einen Nutzen!

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