Und hier so? Mondwoch, der 37. Mai

Einige von euch baten mich um einen kleinen Einblick, wie es bei uns so läuft. Was wir so machen, wie es uns geht, ob ich die ganze Zeit aufräume oder ob wir knietief in Unordnung stehen, wie alle anderen Familien auch. Auf Instagram gebe ich in meinen Stories ja immer kleine Einblicke, aber so ein Rundumschlag, tut jetzt glaube ich auch mir mal ganz gut. Ein kleines Resümee.

In aller Kürze: Wir haben uns eingegroovt. Mal geht es und super, mal weniger gut.

Sophie Sonnenschein

Das Kind: Ok, das Kind ist seit einer Woche 18 und jetzt brauche ich eine neue Bezeichnung. Nun, mein “Kind” wird sie immer bleiben, aber der Begriff täuscht ein kleines Mädchen vor, das aber eine junge Frau ist. Und sie ist eine tapfere junge Frau! Denn die erste Abiklausur ist geschrieben und ich bewundere, mit welcher Gleichmut sie daran geht. Ich wäre schon mehrfach in Tränen ausgebrochen (wenn ich das schreibe, wird es mir schon so ganz weinerlich) wegen fehlender Unterstützung und Motivation durch Schule und Freunde, ausfallenden Feierlichkeiten, einer akademischen Feier, die irgendwie statt findet oder auch nicht. Und wegen der nicht stattfindenden Eskalation nach den Prüfungen. Ich erinnere mich nur dumpf an seeeeehr viel Alkohol.

Dann war da natürlich der 18. Geburtstag . “Jetzt kann ich dann endlich so lange weg bleiben, wie ich möchte!”, ist ihr Lieblingssatz. Mach das. Nimm dir einen Campingstuhl und du darfst abends so lange wie du möchtest vor unserem Hoftor sitzen. Natürlich bitte alleine. Wie traurig ist das denn?! Den 3. Geburtstag, den 6., den 15. – alle kann man irgendwie nachholen. Aber den 18.???

Als Geschenk bekam sie von mir eine riiiiiiiesige Patchworkdecke aus den wichtigsten Klamotten seit ihrer Geburt. Dafür hatte ich vom ersten Body aus dem Krankenhaus bis zum Lieblingsshirt, von der Lieblingslatzhose bis zum Pfadfindersweater alles aufgehoben und in den letzten Wochen zu einer Decke verarbeitet. Ich zeige euch demnächst hier das fertige Ergebnis, aber das war der erste Zwischenstand (nicht schön fotografiert, da irgendwann Samstags gegen Mitternacht mit viel Weinschorle im Kopf ;-)):

Wie es dann weitergeht ist auch ungewiss. Die große Reise findet wohl nicht statt und auch sonst möchte ich gerade nicht in ihrer Haut stecken, um die Weichen für das weitere Leben zu stellen. Aber sie ist ein Sonnenschein und wenn ich all die Dinge wirklich sehr für sie vermisse, so freue ich mich ganz egozentrisch über die vielen gemeinsamen Spaziergänge mit dem Hund und den vielen tollen Gesprächen. Hätt ich sonst wohl nie so gehabt. Bäääm!

Frieda Staubsauger

Was würde besser zu mir passen als ein Staubsauger namens Frieda. Das Modell wohnt jetzt seit 3 Monaten bei uns und ist jetzt – Trommelwirbel! – endlich stubenrein. Sie war so unglaublich ängstlich, fürchtete sich vor jeder Biene, jedem Luftzug und jedem Regentropfen, weil sie die ersten Monate ihres Hundelebens wohl in einer bulgarischen Waschküche verbrachte. Das hat sich phänomenal verbessert und sie liebt es draussen zu sein und mit anderen Hunden zu spielen. Leider, leider steht auch hier statt Hundeschule Homeschooling auf dem Programm und so lassen ihre Manieren noch sehr zu wünschen übrig. Angekündigt wurde uns übrigens ein Hündchen in Jack-Russel-Größe. Nach Aussage der Tierärztin gehört sie jedoch eindeutig in die Rubrik “großer Hund”. Auf dem folgenden Bild seht ihr ihren Lieblingsausdruck “ich habe heute noch Nichts zu Essen bekommen! Wirklich Niemalsnienix!” Und wer nach unten rechts schaut, sieht, dass Frieda ziemlich haart und ich mit dem Putzen nicht immer hinterher komme. Notiz an mich: Bessere Bildausschnitte finden!

Dumm gelaufen

Apropos Tierarzt – den haben wir auch in Corona-Zeiten öfter aufsuchen dürfen. Ursache: Covid19. Nein, Frieda hat such nicht angesteckt. Aber leider setzt bei einigen Menschen zur Zeit der gesunde Menschenverstand aus. In dem kleinen Naturschutzgebiet, in dem wir immer unterwegs sind, sammeln sich jetzt natürlich Menschenmassen. Und hinterlassen Berge an Müll, Glasflaschen und anderen Unrat. So riss sie sich als erstes an einer Flasche die Kralle fast ab. Und drei Tage später futterte sie irgendwas, was bei ihr zu blutigem Durchfall führte. Die Tierärztin ging von einer kleinen Menge Rattengift aus. Nicht schön. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sauer mich das macht!

Frieda ist übrigens mein Homeoffice-Hund. Es wäre schön, wenn sie so die gesamte Zeit neben mir liegen würde, aber sie ist der Showstar in unseren Zoommeetings und knabbert im Hintergrund Pflanzen an, zerstört das Sofa oder springt mir von hinten an meinen Sitzball, um mich zum Umkippen zu bekommen.

Der Popstar

Ach Gott, so hab ich ihn ja schon lange nicht mehr genannt! Den Popstar hat es so richtig bitter erwischt! Keine Kurzarbeit oder Homeoffice, sondern das große gähnende Nichts. Niente. Die Event-Auftragsbücher waren zu Beginn des Jahres wunderbar gefüllt mit schönen Veranstaltungskonzepten und coolen Auftritten – halt der perfekte Mix. Geblieben ist davon nichts. Und in dem Bereich wird sich vor September bestimmt nicht viel tun – wenn überhaupt. Das ist nicht nur finanziell wirklich bitter für uns, da ich nun unsere kleine Familie alleine über Wasser halten muss. Es ist auch für ihn hart, da er als Künstlerpersönlichkeit einfach die Auftritte, die Aufmerksamkeit und das Reisen wirklich vermisst. Kompensiert wird das mehr oder weniger gut mit “Projekten” wie die Homepage aktualisieren, neue Konzepte planen etc. Aber auch er ist wirklich tapfer.

Und ich so?

Eigentlich geht es mir gut. 9 von 10 Tagen bin ich gut drauf und versuche, das Beste aus der Situation zu machen. Ich arbeite ja seit Januar in meinem neuen Job sowieso halbe Tage im Homeoffice und daran hat sich auch nichts geändert. Wir haben in den letzten Wochen das Projekt durchblick-macher.de ins Leben gerufen und sehr viel Zeit und Energie dort reingesteckt. Schnelle Hilfe für Kleinunternehmer und Selbstständige – vielleicht braucht ihr auch noch den ein oder anderen Tipp, was euch gerade zusteht? Und: Wer mag, kann sich gerne die Ausfüllhilfen mal anhören – die habe ich alle eingesprochen :-).

Ab und an ereilt mich jedoch die Panik, weil zur Zeit alles an mir hängt. Und wenn dann die dritte Kooperation nicht zustande kommt, weil ich nicht in Putzmitteln bezahlt werden möchte oder alles auf Eis gelegt wird, dann wird es mir schon manchmal eng ums Herz. Dann versuche ich mich auf andere Projekte zu konzentrieren, stecke dort meine Energie rein und bin am Ende des Tages doch frustriert.

Aber das ist wie gesagt, nur manchmal. Denn ich weiß, dass ich ein ganz hervorragender “Augen-zu-und-durch-Mensch” bin und nicht erst einmal wieder aufgestanden bin. Also seht mir nach, wenn es gerade mal etwas sporadisch mit meinen Stories ist – dann werkel ich an anderen Projekten, die hoffentlich ein paar Flocken in die Haushaltskasse spülen.

Ich bin gefragt und werde gefragt

Was wirklich schön ist: Das Thema Haushalt und Organisation ist in den letzten Wochen sehr in den Fokus gerückt. Ich war ein paar Mal in der Presse (hier noch ein Beispiel) und durfte auch für das Radio einige Interviews geben. Das mache ich immer gerne, da ich das Thema “Ordnung” aus der Hausmütterchen-Rubrik rausholen möchte. Mir geht es ja nicht darum, wie man den Kleiderschrank nach Regenbogenfarben sortiert (fänd ich schon toll), sondern zu zeigen, wie man sich am besten organisiert, damit man sich um das Thema Ordnung zukünftig keine großen Gedanken mehr machen muss!

Frühjahrsputz

Ich habe ja eine Frühjahrsputz-Serie für euch geschrieben mit 9 Teilen. Dafür bin ich tatsächlich selbst durch die gesamte Wohnung gefegt und habe mal so richtig alles ausgemistet und geputzt. Leider konnte ich Frieda nicht dazu überreden, den Fellwechsel an einem Tag zu vollziehen und so putze ich brav weiter …

Richtig viel Aufwand habe ich mir bei den Vorräten und Gewürzen gemacht und dazu auch zwei Blogartikel für euch geschrieben. Auch hier bitte genau auf das Bild schauen und den “feisten Zucker” finden. Der heisst bei uns so, seitdem ich den Fehler mal beim Beschriften aus Versehen gemacht habe. Anders darf ich ihn jetzt niemals wieder nennen :-).

Neu hier im Haus

Ja, räusper, ein paar neue Dinge durften dann auch einziehen. Wenn man mal durchschnaufen möchte, dann ist das Internet mit seinen wundervollen Shops halt nicht weit. Und entgegen aller guten Vorsätze niemals wieder Bettwäsche zu kaufen, ist diese zweifarbige Leinenbettwäsche bei uns eingezogen. Auch hiervon wird es schicke Bilder geben, da ich sie mir für ein Projekt angeschafft habe (beliebte Ausrede).

Dann ist da noch ein Jumpsuit aus Leinen von hier (ok, ich steh gerade voll auf Leinen!) und ein luftiges Kleidchen von hier. Mehr beichte ich heute nicht … (das sind übrigens ganz uneigennützige Empfehlungen von mir – ohne Bezahlung oder ähnliches …)

Bücherliebe

Ganz viele in meinem Umfeld sind seit Wochen zu Hause und langweilen sich. Als die Krise konkreter wurde und die Ausgangsbeschränkungen real, habe ich mich noch mal richtig mit Büchern eingedeckt – und bisher nur einen Bruchteil davon gelesen, weil hier wirklich viel zu tun ist.

Trotzdem zeige ich sie euch mal auf die Schnelle:*

Eine bunte Mischung 🙂

Und sonst so?

Ich arbeite an diversen Projekten für euch. Leider habe ich das Gefühl, dass ich mich irgendwie verzettele – so viele Ideen, so wenig Zeit. Aber ich halte euch auf dem Laufenden und ich freue mich immer sehr über euer Feedback, eure Anregungen und Ideen.

Bleibt gesund – in jeglicher Hinsicht! Ihr hört von mir – mondwochs oder so 😉

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