Projekt: Boys Room Organizing – Kinderzimmergestaltung für Jungen

Kinderzimmer aufräumen!

Endlich wird’s konkret! Hurra! Und gleich die Königsdisziplin mit verschärften Bedingungen:

  1. Kinderzimmer
  2. von einem Jungen
  3. mit geringer Größe (äh, also das Zimmer, nicht der Junge 😉

Die Herausforderung besteht darin, Spiele, Figuren, Schulsachen und Co. so zu verstauen, dass man das kleine Zimmer nicht mit Möbeln zustellt und gleichzeitig ein Ordnungssystem zu schaffen, dass von einem Sechsjährigen einfach handzuhaben ist. Kinderzimmer sind meist das Auge des Unordnungstornados, den eine Wohnung regelmässig erfasst. Ich bin immer wieder erstaunt, woher das ganze Zeug kommt.

Also: Bevor es richtig mit dem Auf- und Einräumen eines ordentlichen Kinderzimmers los geht, muss alles in die Hand genommen werden: Ausmisten! Womit wird tatsächlich noch gespielt? Was ist nur noch für Jüngere spannend? Braucht man wirklich noch die Schulhefte der ersten Klasse? Bei kleinen Kindern ist es manchmal sinnvoll, so etwas allein zu machen, weil sie zum einen noch nicht einschätzen können, was wichtig für sie ist und zum anderen ist sowas IMMER mit Tränen verbunden. Ich weiß, das klingt gemein. Aber die meisten kennen doch ihre Kinder so gut, dass sie wissen, dass die Steinesammlung nicht angerührt werden darf, das kaputte Laserschwert vom Burgerladen jedoch nicht vermisst werden wird. Wenn alles ausgemistet ist, geht’s los:

Kinderzimmergestaltung Jungenzimmer – Das Farbkonzept

Damit das kleine Zimmer großzügig wirkt, werden helle Farben verwendet. Es ist ganz einfach:

Je klarer ein Farbkonzept ist, desto ruhiger wirkt ein Raum. Gerade bei Kinderzimmern darf man nie vergessen, dass alle Spielsachen und der viele Kleinkram schon bunt genug ist und Unruhe schafft.

Es ist ganz erstaunlich, wie die Farben auf die Kinder wirken: Eine Zeit lang schaute unsere Tochter bei den Hausaufgaben auf eine orange-rote Wand mit einer Fliegenpilzbordüre unter der Decke. Da sah ganz prima lustig aus, hatte aber zur Folge, dass jede geschriebene Zeil von zehn Minuten Rumhampeln begleitet wurde. So lebendig die Farbe war, so lebendig war auch das davor sitzende Kind. Nachdem die Wand hell gestrichen wurde, war auch das leidige Hausaufgabenmachen viel ruhiger.

Das sind die verwendeten Farbtöne:

Farbpalette für das neue Jungenzimmer

 

Das heißt: Große Flächen mit hellen Farben streichen, Farbakzente dürfen etwas dunkler sein. Der Boden ist ebenfalls mit einem hellen Belag belegt.

Wer Spielteppiche mit bunten Mustern oder Blumen mag, muss darauf achten, dass dann das Drumherum schlicht ist. Ein Kinderteppich kann in einem ansonsten farblich ruhig gehaltenen Raum ganz toll wirken – sonst sieht es dort immer wilder aus als es tatsächlich ist.

Makeover Jungenzimmer

Makeover Jungenzimmer

Aufbewahrungssystem fürs Kinderzimmer

Damit der kleine Raum nicht mit Schränken vollgestellt wird, wird mit vielen Regalen gearbeitet. Das hat den Vorteil, dass das Verstauen von Spielzeug ganz schnell geht. Denn: Jede Tür, die geöffnet werden muss und jede Schublade die aufzuziehen ist, ist eine Tür und eine Schublade zuviel 😉

Makeover Jungenzimmer

Makeover Jungenzimmer

 

Sowohl die Regalbretter als auch die offenen Regalsysteme sind sehr schlicht gehalten und teilweise mit Aufbewahrungsboxen versehen.

Makeover Jungenzimmer

Makeover Jungenzimmer

 

Also alles an die Wand! Die kleinen quadratischen Regale sind perfekt für die „wichtigen Sammelstücke“ und sehen zudem wie kleine Bilder aus.

Makeover Jungenzimmer

Makeover Jungenzimmer

 

Kleinkram wird direkt an die niedlichen Hundeschwänzchen gehängt – und auch der Turnbeutel hat so einen perfekten Platz.

Makeover Jungenzimmer

 

Aufhängmöglichkeiten sind übrigens perfekte „Ordnungsschaffer“ – vor allem im Kinderzimmer. Denn schon die Kleinen lernen im Kindergarten alles an einem Haken zu verstauen.

Makeover Jungenzimmer

 

Jetzt gibt es natürlich noch eine ganze Menge Sachen, die in einem Jungenzimmer nicht in Regale gestapelt werden können: Playmobilarmeen, Legoraumschiffgeschwader, Fussballbildersammlungen etc.

Für diese Dinge gibt es die grünen Kartons. Rein mit den Sachen und weg. Die selben Kartons finden sich noch mal im Regalsystem und bieten unglaublich viel Stauraum für alle wichtigen kleinteiligen Sachen.

Makeover Jungenzimmer

Schnell aufräumen: Offene Regale für den schnellen Zugriff

Ganz klar: Würde man die Spielsachen nicht in offenen Regalen verstauen, sondern in geschlossene Schränke packen, dann sähe es noch aufgeräumter aus. Aber hier geht es darum, ein Ordnungssystem zu schaffen, dass vom Bewohner des Zimmers selbst gut genutzt werden kann. Ein Kinderzimmer lebt. Hier wird gemalt, gebastelt, Burgen gebaut, Piraten bekämpft. Und wenn mal durch gesaugt werden muss oder ein neues Spiel ansteht, dann muss das Kind die Spielsachen mit ein paar Griffen selbst verstauen können. Mit offenen Regalen ist alles immer leicht zu erreichen.

Auf den oberen Wandregalen, an die man schwerer gelangt, stehen übrigens Erinnerungsstücke oder Bilder, die nicht bei der ersten StarWars-Schlacht zu Bruch gehen sollen. Bei kleineren Kindern ist das der Ort für Spielsachen, die noch nicht alleine gespielt werden sollen (besondere Bastelsachen, kleinteiliges Spielzeug, das verschluckt werden kann etc.)

Makeover Jungenzimmer

 

Makeover Jungenzimmer

Aufräumstrategien

Beim Organisieren von Kinderzimmern muss ich immer an einen Ausdruck aus der Programmiererszene denken: KISS (küssen muss man seine Kleinen sowieso. Immer. Den ganzen Tag lang. Sollte man nie über das Ordnungschaffen vergessen :-). KISS ist die Abkürzung für: Keep it simple and stupid – halt es so einfach wie möglich (so dass es auch der Dümmste versteht). Das ist ein super Leitfaden! Es macht ja keinen Sinn ein ausgeklügelte Ordnungssystem einzuführen, dass wunderschön aussieht – aber nur man selbst kann es mit viel Aufwand aufrecht erhalten. Es muss alles so strukturiert sein, dass auch der Nachwuchs mitmachen, bzw. es später selbst machen kann.

So: Zimmer fertig!

Tipps, Fragen, Anregungen? Kontaktiert uns. Wir freuen uns auf euch!

10 Kommentare

  1. WAs bzw. woher sind diefür 4-eckige Regale? ISt sicher auch ganz leicht selbt zu bauen, aber aus solchen Vorhaben wird bei mir zu selten was reales…

    lg egro

  2. Ein tolles Zimmer!
    Die Wandsticker sind ja toll – wo gibt es denn so schöne??
    Für Jungs finde ich das mal wieder nicht so leicht….
    LG Ferike

  3. Ich find's ziemlich langweilig. Ordentlich, aber so, als hätte Ikea einen Showroom eingerichtet. Aber ich muss ja auch nicht drin wohnen.

  4. Offene Regale sehen trotzdem unaufgeräumt aus, finde ich… und sind ätzend zum Abstauben, wenn so viel Krimskrams einzeln zur Schau steht.

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