Vorräte anlegen – übersichtlich, praktisch & sinnvoll für dich

Noch mehr zum Thema Ordnung in den Vorräten – Vorräte anlegen! Heute geht es nicht um die Pinterstfähigen Regale mit einheitlichen Gefäßen, schicken Labels und nur gesunden Lebensmitteln. Auf solchen Bildern stehen keine 5-Minutenterrine rum und auch die Bohnenvorräte sind in schicken Dosen. Ganz ehrlich – so toll sieht es bei mir nicht aus. Dafür fehlt der Platz und auch die lichtdurchflutete Speisekammer.

Also müssen wir Normalsterblichen schauen, wie wir das mit unseren nicht so optimalen Bedingungen ebenso wundervoll hinbekommen. Und dabei darf natürlich nicht vergessen werden: Es geht um die optimale Aufbewahrung von Lebensmitteln und nicht um eine Fotostrecke für “Schöner Wohnen”. Aber schick soll es schon werden – das Auge isst ja bekanntlich mit (haha, Wortwitz!).

Ich hatte euch schon mal einen Artikel zur richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln verfasst und darüber, wie und warum man Lebensmittel umfüllen sollte, aber heute geht es nicht um die einzelnen Vorlieben von Mehl, Bohnen und Co., sondern um das Große Ganze: Um ein paar wichtige Regeln für die Organisation der Speisekammer. Um Behälter und die korrekte Gruppierung (ja, da kann man Fehler machen!). Hier kommen die 10 wichtigsten Tipps für euch:

Like with Like

1 “Like with Like” ist die am meisten genutzte Ordnungsstrategie, die Vorratskammer zu organisieren und um Vorräte anlegen. Auf gut Deutsch: Gleiches zu Gleichem. Also Flüssiges, wie Öle, Essig und Soßen zusammen, Gewürze nebeneinander, Brotaufstriche zusammen und Pasta an einer Stelle.

Vorräte anlegen

Wer etwas Neues ausprobieren möchte, der legt sich kleine “Nutzungsinseln” an. Dabei geht es um Effizienz für den Alltag. Also stellt man oft genutzte Gewürze an eine leicht zugänglichen Stelle. Oder man richtet sich eine Frühstücksstation ein mit Müsli, Marmelade, Aufstrichen und der Kaffeemaschine – halt allem, was man für seine tägliche Frühstücksroutine benötigt. Macht euch ein paar Gedanken und packt beispielsweise Pausenbrotschubladen zusammen oder Fitness-Studio-Boxen.

First-In-First-Out

2 First-In-First-Out – Sortiert eure Lebensmittel so, dass ihr neu gekaufte Sachen nach hinten stellt. So vermeidet ihr, dass Sachen schlecht werden, von denen ihr mehrere Einheiten besitzt. So greift ihr automatisch im Regal immer zuerst die Sachen, die als nächstes gegessen werden müssen. So arbeiten übrigens auch Händler. Greift beim Gemüse ruhig mal nach hinten – dort liegen die frischeren Sachen.

Gute Nachbarschaft

3 Auf gute Nachbarschaft: Manche Lebensmittel sind einfach keine guten Nachbarn. Ich habe beispielsweise immer gerne Zwiebeln und Kartoffeln zusammen gelagert – war irgendwie vollkommen logisch für mich. Was ich nicht wusste: Sie dürfen sich nicht vermischen, da dadurch das Verderben der beiden Gemüse beschleunigt wird.

Und dann sollte man lose Kohlehydrate wie Mehl und Brot von stark riechenden Gewürzen oder Soßen entfernt halten, da sie ganz schnell deren Geruch annehmen. Also kein Currypulver neben dem Buchweizenmehl oder Knoblauch neben dem Brot.

Vorräte anlegen: Raus aus der Verpackung

4. Ok, gleiche Gläser mit einer schönen Beschriftung sehen toll aus! Ich liebe das auch sehr, aber es gibt noch andere Gründe, warum ihr das Umfüllen von Lebensmitteln in Aufbewahrungsgefäße machen solltet: Ungeziefer.

Vorräte anlegen

Viele Lebensmittel werden in Papiertüten (z.B. Mehl) abgefüllt, die eigentlich in “Luxusquartiere für Mehlmotten” umgetauft werden sollten. Wenn ihr Lebensmittel nicht innerhalb kürzester Zeit verbraucht, dann füllt sie um, damit sie nicht von Schädlingen befallen werden können. Achtet aber darauf, dass die Gefäßöffnung so sind, dass ihr die Lebensmittel bequem entnehmen könnt. Also mit einem Löffel rausholen oder lieber schütten. Und wer alle Details zum Thema Vorräte umfüllen wissen möchte, der schaue mal in diesem Beitrag.

Was ist drin?

5. “Klar”, denken jetzt alle, “jetzt kommt der Aufkleber auf das Glas mit Nudeln”. Aber möglicherweise ist das gar nicht so sinnig.
Denn wie wichtig ist das Markieren des Inhalts eines Glases (wer braucht denn ein Etikett, um mitzuteilen, dass Nudeln im Glas sind, wenn sie deutlich sichtbar sind?)? Ok, manchmal kann man den Puderzucker nicht vom Mehr auf den ersten Blick unterscheiden, aber viel wichtiger ist doch das Datum des Kauf- oder Ablaufdatums. Eine Beschriftung mit Marker und Washi Tape ist schnell und wirklich sinnvoll!

Wie viel Platz habe ich und was ist mein Ziel?

6. Was will ich eigentlich? Ein schön anzusehendes Gewürzregal? Eine gut ausgestattete Speisekammer, die auch mal wochenlang Essen bietet, ohne dass man raus muss? Ein Frühstückscerealien-Lagerparadies oder einen Hundefutter-Tiergroßhandel-Futtersack-Lageplatz? Brauche ich Platz für Säcke und das Essen einer Großfamilie oder lebe ich alleine? Das mag vielleicht alles banal klingen, aber ich kann euch verraten, dass es wirklich sinnvoll ist! Denn wenn ihr erst einmal wisst, was ihr braucht, dann könnt ihr auch ganz gezielt euren Vorratsschrank planen.

Vorräte anlegen

Rein und raus – was muss drin sein?

7. Ok, jetzt kommen wir zum Kern der ganzen Sache: Ein Vorratsschrank soll ja Lebensmittel auf Vorrat halten. Damit wichtige Lebensmittel immer im Haus sind oder man auch mal ein paar Tage ohne Einkauf über die Runden kommt. Das spart Zeit, Geld und Stress in der Küche.

Die Vorratskammer für “Anfänger” konzentriert sich auf Bequemlichkeit und enthält Back-up-Produkte für viele lagerfähige Artikel. Es ist ganz einfach: Für jeden offenen Beutel, jede Schachtel oder jeden Karton enthält der Vorratsschrank ein zweites Back-up-Produkt. Mit dem letzten Hauch Mayo wurde der Thunfischsalat hergestellt? Dann holt ihr das Ersatzglas aus der Vorratskammer und fügt “Mayo” zur Einkaufsliste der Woche hinzu, um das Vorratsgefäß zu ersetzen.

Gerade in den letzten Wochen gab es jede Menge Listen, was man zuhause haben sollte. Das ist auch ganz sinnvoll, wenn man sich noch nie mit diesem Thema beschäftigt hat, aber die Erfahrung zeigt: wer sich sklavisch an diese Listen hält, hat achtzehn Monate später staubige Dosen mit Aprikosenhälften, die niemals im Haushalt gegessen worden wären. Weil niemand sie mag. oder kein Rezept dafür vorhanden war.

Also macht einen Reality-Check! Denn die Speisekammer jeder Familie hängt von ihrem eigenen Geschmack, Bedürfnissen und Lebensstandard ab. Und auch der Lagerplatz und finanzielle Einschränkungen wirken sich auf den Inhalt der Speisekammer aus.

Vergesst nie, wenn ihr große Mengen einkauft: Große Vorratskammern erfordern eine sorgfältige Auswahl, Lagerung und Wartung! Also sinnvolle Vorräte anlegen!

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1 Kommentare

  1. Stefanie

    Danke für den interessanten Artikel.
    Ich hätte noch einen kleinen Tipp für die Menschen die nicht mit einem super Gedächtnis ausgestattet sind (wie ich … ). Auf die Gläser mit Nudeln – mit einem wegwischbaren Stift/ Etikett – die jweilige Kochzeit notieren und bei Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Co zusätzlich die benötigte Einweichzeit.
    Weiter viel Spaß beim Ordnung halten.
    Stefanie

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