Wohin mit alten Handys? Verkaufen, entsorgen oder spenden?

Ich weiss von vielen, dass sie in den letzten Wochen des Lockdowns die Zeit genutzt haben, um mal durch die ganzen Schubladen zu gehen und gründlichen auszumisten. Und viele waren erstaunt, dass sie so viele alte Handys besitzen. Dreimal dürft ihr raten, welche Frage mir also in letzter Zeit am häufigsten gestellt wurde! Richtig! Wohin mit alten Handys? Im Schnitt hat jeder deutsche Haushalt laut Deutscher Umwelthilfe 3,1 ungenutzte Handys in der Schublade liegen. Denn ca. alle zweieinhalb Jahre werden sie durch neue Geräte ersetzt.

Aber wohin mit alten Handys?

Zweieinhalb Jahre – das ist wirklich nicht lang und viele der ausgetauschten Handys oder Smartphones sind dann noch einwandfrei. Entweder man vererbt die ältere Generation an die Kinder (die meist schon sehnsüchtig darauf warten) oder man legt es für den “Notfall” in die Schublade. Da liegen sie zusammen mit ihren Vorgängern und brauchen Platz. Also werden sie aussortiert. Das Wichtigste aber zuerst:

Daten löschen

Egal, was Ihr als nächstes damit vorhabt: Ihr müsst Eure Daten löschen! Auch wenn es entsorgt werden soll, müssen eure persönlichen Informationen runter! Geht in die Einstellungen Eures Mobiltelefons und entfernt das eigene Konto. Als nächstes setzt Ihr es in den Einstellungen wieder auf den Werkszustand zurück, wobei alle darauf gespeicherten Daten gelöscht werden. Nimm dann die SIM- und die Micro-SD-Karte raus. Das ist jetzt die ganz schnelle Beschreibung gewesen – für Android und Apple-Benutzer gibt es jedoch unterschiedliche Wege und auch Apps, die bei der Datenentfernung helfen.

Warum sollte das Handy nicht in der Schublade liegen?

Ja, warum eigentlich nicht? Schadet ja nichts, oder? Mal davon abgesehen, dass man das ein oder andere Mobiltelefon zu barer Münze machen kann, ist es eine kleine Umweltsünde. Denn es liegen ungenutzte Rohstoffe bei Euch rum, für die unsere Erde (ich bin jetzt mal so drastisch) ausgebeutet wird.

Allein rund 30 Metalle stecken in einem Mobiltelefon: unter anderem Kupfer, Eisen und Aluminium, kleine Mengen an Silber und Gold sowie sehr kleine Mengen Palladium und Platin. Kobalt, Gallium, Indium, Niob, Wolfram, Metallen der Platingruppe und leichten Seltenen Erden sind ebenfalls verbaut und diese sieben Stoffe wurden die im Jahr 2014 von der EU-Kommission als sogenannte kritische Rohstoffe“ bzw. seltene Metalle eingestuft, die weltweit immer knapper werden. Diese wertvollen Rohstoffe können einem Recycling-Prozess unterzogen werden, um die Ressourcen der Erde zu schonen.

Ab in die Tonne?

Egal, ob das Handy funktionsfähig ist oder nicht – wer es einfach nur entsorgen möchte darf es nicht in den Hausmüll werfen! Nicht nur wegen der oben genannten Rohstoffe, sondern weil über den Müll beispielsweise hochgiftige Schwermetalle in die Umwelt gelangen. Wer es dennoch in den Hausmüll wirft, kann mit bis zu – je nach Bundesland – 2500 Euro Strafe aufgebrummt bekommen.

Wohin mit alten Handys: Hier kannst du sie problemlos entsorgen

Als erster Anlaufpunkt in Betracht ziehen: Euer Mobilfunkanbieter. Die meisten bieten einen Rücknahmeservice an. Unternehmen wie Vodafone, Telefónica (O2) oder die Deutsche Telekom haben Sammelboxen in den Shops. Oder man schickt es ihnen kostenfrei zu. Die Unternehmen löschen Eure Daten, testen die Geräte, bereiten sie teilweise wieder auf oder nutzen die enthaltenen Rohstoffe.

Wenn du dein Mobiltelefon in bei einem Elektronikmarkt gekauft hast, dann kannst du es eventuell auch dort wieder zurückgeben. Denn seit dem 24. Juli 2016 gilt das Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, nach dem man sein altes Handy direkt beim (Online-) Händler abgeben kann. Das machen aber nicht alle, nur Läden mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern dazu verpflichtet sind, Altgeräte kostenfrei zurückzunehmen.

Media Markt hat dafür sogar Automaten aufgestellt, mit der die Rückgabe nicht nur schnell funktioniert, sondern bei der man sogar noch etwas für sein altes Gerät bekommt. Ausprobiert habe ich das noch, aber es klingt zumindest spannend für Geräte, die sich noch anmachen lassen. Sollte der Automat den Wert nicht ermitteln können, weil das Smartphone zu alt oder defekt ist, besteht immer noch die Möglichkeit, das Gerät direkt vor Ort zu entsorgen.

Und dann gibt es da natürlich noch den guten alten Recyclinghof, bei dem du dein Handy ebenfalls abgeben kannst. Aber beachte: Im Gegensatz zu anderen Abgabestellen werden die Handys hier schlicht entsorgt. Dadurch geht wertvolles Potential verloren.

Alte Handys spenden

Bei der Frage “Wohin mit alten Handys?” kommt immer auch ganz schnell die Frage, ob man sie nicht spenden kann. Also: Ja, kann man!

Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und Missio sammelt Handys, We4Kids gibt Notfallhandys an bedürftige Kinder, Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e. V. recycelt Handys, um den Rohstoff Coltan, für den die Wälder abgeholzt werden, zu gewinnen und die Caritas freut sich ebenfalls über gebrauchte Smartphones. Auch der Naturschutzbund Deutschland e.V (NABU) hat Möglichkeiten, das gebrauchte Handy zu entsorgen oder zu recyceln. Es gibt noch wirklich viele weitere Projekte – schaut sie euch jedoch gut an, ob sie tatsächlich gemeinnützig sind und keine anderen Interessen verfolgen.

Wohin mit alten Handys: verkaufen

Nicht jeder möchte sein altes Gerät entsorgen oder spenden. Wer noch ein voll funktionierendes Mobiltelefon besitzt und dieses zu Geld machen möchte, hat einige Möglichkeiten. 100 Euro und mehr sind durch einen Verkauf drin – je nach Alter des Gerätes. Ist das Handy ein beliebtes Modell und noch gut erhalten, stehen die Chancen für einen guten Betrag besonders gut.

Im Grunde gibt es 3 Möglichkeiten: den Gebrauchthändler im Internet, den An- und Verkaufladen vor Ort oder selbst verkaufen auf Plattformen wie Ebay.

1| Online-Händler

Ganz bequem funktioniert es mit Online-Gebrauchthändlern. Ist man mit dem angebotenen Pries einverstanden, dann schickt man Sie das Handy per Post ein, und innerhalb weniger Tage landet das Geld auf dem Konto.

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Dazu zählen zum einen klassische Wege wie der Online-Marktplatz eBay (Kleinanzeigen), aber auch alternative Verkaufskanäle wie der Online-Shop ReBuy. Wie Verbraucher ihre gebrauchten Geräte verkaufen können, erklären wir in einem separaten, umfangreichen Artikel.JETZT WEITERLESENHandy sicher machen und vor Angreifern schützen: So wird‘s gemacht 

2| Selber verkaufen

Der Klassiker: Verkaufen bei ebay. Hier hat man alles in seiner eigenen Hand und bekommt wahrscheinlich auch das meiste Geld für sein gebrauchtes Handy. Und manchmal hat man Glück und auch die “alte Gurke” findet noch einen Abnehmer, da der Käufer vielleicht sein altes Modell besonders geliebt hat und jetzt ersetzen möchte. Bei den Ankaufplattformen haben “Liebhaberstücke” eher weniger Erfolg. Alternativen sind auch Ebay-Kleinanzeigen, markt.de oder quoka.de.

3| Vor Ort

Und dann gibt es noch die guten alten Läden für An- und Verkauf. Der Vorteil: Das Geld gibt’s direkt auf die Tatze. Der Nachteil: Vor Ort kann man nur schlecht die Preise vergleichen. Oder man verkauft das alte Handy auf dem Flohmarkt – auch das soll es geben und ich muss tatsächlich sagen, dass ich schon das ein oder andere Exemplar darüber losgeworden bin.

Aber nie vergessen: Immer vorher alle Daten löschen!

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1 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen Artikel! Bei unserem Umzug sind wir auch endlich mal alle alten Elektrogeräte losgeworden. Neben Smartphones sind uns dabei auch zwei Notebooks in die Hände gekommen, die zwar noch funktioniert haben, aber einfach nicht mehr genutzt wurden. Bei der Recherche im Netz sind wir auf das soziale Projekt https://www.labdoo.org/de aufmerksam geworden. Dort werden die Notebooks gelöscht, aufbereitet und bedürftigen Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt gespendet. Ist doch viel besser, als die Geräte in der Schublade verstauben zu lassen!

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