10 verschiedene Aufräum-Methoden im Vergleich: Was passt zu mir?

Raus damit! Endlich soll alles ordentlich werden! Aber welche Methode passt zu mir, wenn ich alles einfach nur loswerden möchte? Oder wie werde ich minimalistisch? Ist die Faltkönigin Marie Kondo ein mögliches Vorbild oder lieber die Fly Lady mit ihrem Waschbeckentipp? 10 Aufräum-Methoden im Vergleich: Ich habe mir die populärsten Methoden zum Organisieren, Aufräumen und Ordnung schaffen für euch angesehen. Vielleicht ist ja eine für euch dabei!

10 Aufräum-Methoden im Vergleich: ganz radikal oder auch behutsam

Aufräummethoden im Vergleich

1| Marie Kondo: Sparking Joy

Zuerst die Königin der Ordnung bei den Aufräum-Methoden im Vergleich: Die professionelle Organizerin Marie Kondo wurde mit Ihrem Bestseller „The Life-Changing Magic of Tidying Up“ bekannt und weltweit berühmt durch ihre Netflix-Serie.

Maries Strategie basiert auf der Aufteilung aller Besitztümer nach Kategorien und nicht nach Räumen, wie es viele andere Ordnungsexperten normalerweise vorschlagen. Das ist also ein ganz anderer Ansatz und man sieht plötzlich, wie viel Büromaterial durchs Haus schwirrt, wenn man alles zusammenträgt. Ihre 5 Kategorien umfassen dabei: Kleidung, Bücher, Papiere, „Gemischtes“ und sentimentale Gegenstände. Im ersten Schritt werden alle Artikel aus einer Kategorie (z. B. Kleidung, Bücher etc.) zusammengetragen und dann aussortiert.

Im 2. Schritt wird weggegeben: Weg kommt alles, was keinen Wert mehr für seinen Besitzer hat. Um herauszufinden, ob einem noch etwas bedeutet, nimmt man den Gegenstand in die Hände und fragt sich, ob er „Freude bereitet„. Ist dies nicht mehr der Fall, bedankt man sich bei ihm für seine vollbrachten Dienste und gibt ihn weg.

Marie Kondo Methode

2| Das Minimalismus-Game von Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus

Foto: The Minimalists

Das Ausmisten etwas spielerischer anzugehen, dafür haben die beiden Minimalisten Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus von theminimalists.com ein Spiel entwickelt: Am ersten Tag eines Monats gibt man eine Sache weg, am zweiten zwei … und an Tag 30 schließlich 30 Dinge.

Das sind dann am Ende des Monats 465 Sachen. Wichtig ist dabei: Jeden Tag müssen die Sachen vor 24 Uhr aus dem Haus sein, damit man nicht schummelt oder etwas wieder einsortiert.

3 | Fly Lady: Mach jeden Tag ein bisschen

Was natürlich bei den Aufräum-Methoden im Vergleich nicht fehlen darf: Die US-Amerikanerin Marla Cilley nennt sich die „FlyLady“ ist die Erfinderin des gleichnamigen Putzsystems. Ihr Buch ist ein Bestseller im Putzbereich.

Bei ihr wird die Wohnung fünf Zonen unterteilt: Eingang und Esszimmer bilden Zone 1, Küche und Speisekammer Zone 2, Bad und Toilette Zone 3, Schlaf- und Wohnzimmer bilden die Zonen 4 und 5.

Und nun nimmt man sich jeden Tag einen dieser Bereiche für genau 15 Minuten lang vor. Das soll Überforderung vorbeugen und so schnell von der Hand gehen, dass man keine Zeit hat, zu prokastinieren. Das hält die Motivation hoch und schützt vor Überforderung.

Auch, wenn es die Webseite nicht erahnen lässt: Die Fly Lady ist eine der erfolgreichsten Ordnungsprofis.

4| Colleen Madsen: 1 Gegenstand pro Tag

Irgendwann entschied sich Colleen Madsen, jeden Tag einen Gegenstand aus ihrem Haus zu entfernen. Sie verpflichtete sich, für ein Jahr jeden Tag eine Sache zu verschenken, zu verkaufen oder wegzuwerfen. Für alle, die das Ausmisten etwas langsamer angehen möchten, ist dies eine gemütliche Methode, die wirklich gut funktioniert.

5| Die Minimalisten-Packparty

Party? Klingt cool! Und wieder sind es die The Minimalists, die die Idee dazu hatten: All Besitztümer werden in Kisten gepackt, als ob man umziehen würde. Dazu lädt man wie beim klassischen Umzug seine Freunde und den Pizzalieferdienst ein.

Und dann holt man tatsächlich Gegenstände nur dann aus Ihren Kartons, wenn man sie tatsächlich benötigt. Dies sind die Dinge, die Eurem Leben einen Mehrwert verleihen. Ihr werdet feststellen, dass nach 3 Wochen die meisten Sachen immer noch in Kartons verpackt sind. An diesem Punkt sollte man darüber nachdenken, diese Sachen zu spenden, zu verkaufen oder weg zu werfen. Da sie bereits verpackt sind, fällt es viel leichter, sich davon zu trennen.

Foto: The Minimalists

6| 40 Taschen in 40 Tagen

Im Jahr 2011 stellte Ann Marie eine einfache Idee vor: In einem Zeitraum von vierzig Tagen (zeitgleich mit den 40 Tagen der Fastenzeit) soll man sich jeden Tag einen Bereich des Hauses/der Wohnung aufräumen und eine Tasche zum Entsorgen befüllen.

Die Idee ist simpel und funktioniert hervorragend und wird jedes Jahr von Neuem gestartet.

7| Hideko Yamashita: 12-12-12

Hideko Yamashita gehört zu Japans bekanntesten Aufräum- und Entrümpelungsexperten. Basierend auf der Yoga-Philosophie und der jahrelangen Erfahrung aus ihrer eigenen Beratungspraxis entwickelte sie die Methode Dan-Sha-Ri. Mit Dan-Sha-Ri soll es möglich werden, überflüssige Dinge endlich loszulassen und dadurch das eigene Leben von seelischem Ballast zu befreien.

Um mehr im Hier und Jetzt zu leben, empfiehlt Yamashita die 12-12-12-Methode: Ein Dutzend Sachen soll man wegwerfen, ein weiteres Dutzend spenden und noch zwölf Teile dem sollen seinem eigentlichen Besitzer wieder gegeben werden. So habt man schnell 36 Sachen weniger. Und laut Yamashita folgt auf Wegwerfen (Sha) und den Verzicht (Dan) die eigene große Freiheit (Ri). Behalte nur also nur das, was du jetzt oder in naher Zukunft tatsächlich benötigst. Der Rest kann getrost verkauft, verschenkt oder entsorgt werden.

8| Karen Kingston: Feng Shui

Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags” beinhaltet eine Methode, die sich an Feng Shui orientiert. Laut Feng Shui sind alle Gegenstände aus Energie. Wenn wir Gegenstände regelmäßig benutzen und sie gern mögen, dann ist dies wunderbar. Aber sobald sie unbenutzt herumstehen, blockieren sie uns und wenn wir die Gegenstände zusätzlich nicht mögen, dann nehmen sie uns Energie. Es ist ein Teufelskreis: Meistens sammelt sich der Krempel an, weil die eigene Energie nicht fließt – dann aber verstärkt sich der Prozess, weil das materielle Gerümpel wiederum den Energiefluss in deiner Wohnung zäher macht.

Karen Kingston plädiert dafür, diesen nutzlosen Kram los zu werden, da er sich unmittelbar auf das Leben auswirkt. Dazu verrät sie, wie man aufgebaute Blockaden mittels Feng Shui wieder lösen kannst. Dazu beleuchtet sie unterschiedliche Gerümpelarten und -zonen im Haushalt und erklärt, wie man das Feng Shui Bagua auf sein eigenes Zuhause übertragen kannst. Neben klassischen Ausmisttricks hat sie noch eine Ebene mehr in ihrem Ordnungsbaukasten: Sie gibt Anleitungen, auch auf nichtmaterieller Ebene loszulassen. Dabei geht es ums Ausmisten auf körperlicher und geistiger Ebene.

Aufräummethoden im Vergleich

9| Becoming Minimalist – Joshua Becker: Raum-für-Raum-Ausmisten

Joshua Becker begann seine Karriere als Pastor in Vermont. Nach einem frustrierenden Wochenende mit dem Aufräumen seiner Garage, stellte er fest, dass er mehr Zeit damit verbrachte, sich um seine Besitztümer zu kümmern als mit seiner Familie. Er wurde Autor und einer der Pioniere der Minimalismus-Bewegung.

2013 erschienen der Film „Minimalism: A Documentary About the Important Things“ der amerikanischen Filmemacher Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus, die als „The Minimalists“ bekannt sind.

Seine Aufräummethode konzentriert sich auf das Ausmisten von Raum zu Raum. Dabei beginnt er mit den einfachsten und am meisten bewohnten Bereichen des Hauses. Dabei besteht seine Methode aus 5 Hauptschritten, die sicherstellen, dass die gesamte Familie einbezogen wird.

10| Peter Walsh-Methode: Alles muss aus dem Zimmer

Peter Walsh ist Aufräum-Guru aus den USA und hat schon einige Fernsehserien gerockt. Sein Ansatz: Alles muss raus! Entfernt alles aus dem aufzuräumenden Raum, macht ihn leer. Und dann erstellt ihr eine Vision. F „Was will ich von diesem Raum?“ Dies hilft bei der Entscheidung, was man behalten und was man loswerden möchte. Als nächster Schritt wird alles entsorgt, was nicht benötigt wird und erst dann kommen die Gegenstände in das Zimmer zurück, um die Vision zum Leben zu erwecken.

Aufräummethoden im Vergleich

Und? Was für dich dabei? Oder kennst du noch eine Aufräum-Methode in diesem Vergleich, die ich vergessen habe?

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